CDU fordert Entwidmung: Ungenutzte Bahnstrecke behindert Straßenbau

Salzwedel: „Mal locker 20 Millionen Euro“

Das Signal nahe Ritze steht auf Rot – immer noch: Im Jahr 2004 wurde der reguläre Zugverkehr auf der Strecke Salzwedel-Geestgottberg eingestellt.
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Das Signal nahe Ritze steht auf Rot – immer noch: Im Jahr 2004 wurde der reguläre Zugverkehr auf der Strecke Salzwedel-Geestgottberg eingestellt.

Salzwedel – Die CDU im Salzwedeler Stadtrat will, dass die alte Bahnstrecke Salzwedel-Geestgottberg entwidmet wird. Stadtrat Karl-Heinz Schliekau setzte dazu mit einem ersten Vorstoß an.

Die Strecke wurde von der Deutschen Bahn an die Deutsche Regionaleisenbahn (DRE) verpachtet. Dadurch, dass es rechtlich eine Bahnstrecke ist, werde verhindert, dass der Bundesfeldweg zwischen Ritze und der B 190 nicht zur Kreisstraße ausgebaut werden kann, nannte Schliekau einen Grund.

Ein weiterer: Die geplante A 14 kreuze die Bahnstrecke – eine Brücke oder ein Tunnel müsste also gebaut werden. „Da sprechen wir mal locker von 20 Millionen Euro“, rechnet Stadtrat und Ex-Bauunternehmer Schliekau hoch. Und das alles für eine Bahnstrecke, auf der im Jahr 2004 der Zugverkehr eingestellt worden sei, so Schliekau weiter.

„Für uns kommt nichts Positives heraus“, blickt Karl-Heinz Schliekau auf die Bahnlinie. Man könne ja bei Arendsee eine Teststrecke für Draisinenfahrten lassen, räumt der CDU-Politiker ein. Er sieht auch, dass mit dem Bundesfeldweg als Kreisstraße bereits ein Teil der B 190 n – der Querspange zwischen der A 14 und der A 39 – geschafft sei. Ein weiterer Grund für ihn, eine Entwidmung der Bahnstrecke voranzutreiben. Karl-Heinz Schliekau und seine CDU-Fraktion wollen zum nächsten Stadtrat am 28. Oktober eine entsprechende Resolution vorschlagen. Diese soll – wenn der Rat zustimmt – auch an den Bundesverkehrsminister geschickt werden. VON HOLGER BENECKE

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