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Veranstaltungen zum 1. Mai am „Eskadron“ und auf dem Rathausturmplatz

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Von: Jens Heymann

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Hans-Jörg Krause (l.) bediente am „Eskadron“ den Grill. Raik Ohlmeyer hatte vorher eine kurze Rede gehalten.
Hans-Jörg Krause (l.) bediente am „Eskadron“ den Grill. Raik Ohlmeyer hatte vorher eine kurze Rede gehalten. © Heymann, Jens

Harte Worte und feurige Aktionen? Der Tag der Arbeit wurde in Salzwedel eher ruhig gefeiert. So richtig brenzlig wurde es nur auf dem Grill.

Salzwedel – Die hansestädtische Linke traf sich anlässlich des 1. Mai hinter dem „Eskadron“ am Dämmchenweg. Raik Ohlmeyer, auch Mitglied im Landesvorstand, forderte „als dringend notwendigen Schritt eine drastische Verkürzung der Erwerbsarbeitszeit“. Dies bedeute unter dem Strich eine Entlastung aller Arbeitnehmer, erklärte er. In der Industrie diene Mehrarbeit dazu, höhere Profite zu erwirtschaften, die nicht an die Arbeitnehmer weitergereicht würden. Ohlmeyer sprach außerdem von Krankenschwestern und Erzieherinnen. Jeder, der es sich irgendwie leisten könne, reduziere seine Arbeitszeit, erläuterte der Linke-Politiker. Diese bei vollem Lohnausgleich fair zu teilen, sei ein Links-Thema und etwas, für das gekämpft werden müsse.

Für den kulturellen und musikalischen Part am „Eskadron“ sorgte Sebastian Symanowski aus Magdeburg.

Ein paar Stunden später wurde es auch auf dem Rathausturmplatz politisch. Gewerkschaftsvertreter von Verdi, IG Metall, IG Bergbau, Chemie, Energie und DGB hatten einen Stand aufgebaut. Thomas Gruß vom DGB-Kreisverband bemängelte den seiner Meinung nach schwachen Organisationsgrad von Betriebsräten in hiesigen Unternehmen; Kollegen ergänzten, dass Gewerkschaften in Salzwedel nur ein Randthema seien. Entsprechend gebietsübergreifend wollen die Arbeitnehmerorganisationen handeln.

Eine Malstrecke für Kinder sowie ein Glücksrad gab es ebenfalls. Die Organisatoren hatten den Standort aufgrund des hohen Besucherpotenzials gewählt. Viele Menschen saßen ringsherum.

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