Energetische Sanierung für 1,3 Millionen Euro kann beginnen

Salzwedel: „Lessing“ bekommt Zuschuss

So schlimm sah die Salzwedeler Lessing-Grundschule noch nicht einmal zu DDR-Zeiten aus. Der Elternrat macht seit geraumer Zeit Druck, seit gestern sind die Fördermittel für eine energetische Sanierung da.
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So schlimm sah die Salzwedeler Lessing-Grundschule noch nicht einmal zu DDR-Zeiten aus. Der Elternrat macht seit geraumer Zeit Druck, seit gestern sind die Fördermittel für eine energetische Sanierung da.

Salzwedel – Etwas über 1,3 Millionen Euro sind notwendig, um die Lessing-Grundschule energetisch zu sanieren. Und dafür hat die Stadt seit gestern gute Karten.

Mit Post von der Investitionsbank des Landes wurde mitgeteilt, dass die alte Hansestadt mit knapp 849 000 Euro Fördermitteln rechnen kann. Die Stadt hatte den Förderantrag am 17. April vergangenen Jahres gestellt.

Wie Stadtsprecher Andreas Köhler mitteilte, habe sich Bürgermeisterin Sabine Blümel sehr gefreut, denn die Sanierung der Grundschulen „Lessing“ und Henningen sind neben dem Umsetzen der Brandschutzbedarfsplanungen jene Großprojekte, die die Stadt an ihre finanziellen Grenzen bringen. „Das ist eine gute Nachricht. Die Hansestadt Salzwedel wird sich auch in Zukunft bemühen, den Zustand der Schulen baulich zu verbessern. Dabei sind derartige Förderprogramme für uns Kommunen unverzichtbar“, so die Bürgermeisterin. Eine Zusage für Henningen liege noch nicht vor, ergänzte Köhler.

Elternratsvorsitzender Björn Michaelis.

Für Björn Michaelis, Elternratsvorsitzender der LessingGrundschule, war die Nachricht über die Förderung, die er gestern von der AZ erfuhr, eine handfeste Überraschung. „Ein guter Schritt in die richtige Richtung“, wie er verkündete. Der Elternrat hatte in der Vergangenheit immer wieder Druck gemacht, damit das Schulumfeld ihrer Kinder verbessert wird. Erst kürzlich habe er sich mit der Schulleitung getroffen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. „Ich weiß, dass die Stadt vorhat, einen gesonderten Parkplatz für die Lehrer zu bauen“, sagte Michaelis. „Auch neue Spielgeräte versprach die Bürgermeisterin nach ihrem letzten Besuch in der Schule.“

Neben der guten Nachricht zur energetischen Sanierung des Schulhauses hat Michaelis weiterhin etwas zu beanstanden. „Ich wünsche mir mehr Kommunikation zwischen der Schule und dem Schulträger – also der Stadt“, so der Elternratsvorsitzende. Daran hätte es in der Vergangenheit immer wieder gehapert.

VON HOLGER BENECKE UND PAUL WILLIAM HIERSCHE

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