Warten auf den Spülwagen

Salzwedel: Laken in der Leitung, Toilette läuft über

Stofffetzen verstopfen seit Tagen die Abflussleitungen an der Thälmannstraße 37.
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Stofffetzen verstopfen seit Tagen die Abflussleitungen an der Thälmannstraße 37.
  • Holger Benecke
    VonHolger Benecke
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Salzwedel – Eine Toilette, bei der beim Spülen alles Mögliche nach oben kommt, ist schon ärgerlich. So erging es Karin und Siegfried Rudorf in der Ernst-Thälmann-Straße 37 am vergangenen Donnerstagmorgen.

Mit mehrfachem Spülen und unter Einsatz von zwei Flaschen Rohrreiniger schien die Lage im Griff zu sein. Schien. Vorsorglich informierten die Rudorfs noch am gleichen Vormittag ihren Vermieter, die städtische Wohnungsbaugesellschaft.

Am Nachmittag erschien dann ein Fachmann, und ein Blick in den Kontrollschacht offenbarte das ganze Dilemma. Darin schwamm neben allem möglichen Unrat auch Stoff – ein T-Shirt oder ein Laken. Genauer wollte das bis heute offenbar auch niemand wissen, denn es verstopft den Schacht immer noch teilweise.

Rudorfs schickten jedenfalls unmittelbar nach dem Blick in den Schacht ein Foto davon an ihren Vermieter. Dessen Vertreterin traf kurz danach ein. Der Rohrreiniger wollte nun wissen, ob er spülen oder den Unrat bergen solle, berichten die Rudorfs. Aber: Der Fachmann wurde wieder nach Hause geschickt, denn am nächsten Tag sollte ein großes Spülgerät anrücken, mit dem die Leitungen wieder freigespült werden sollten, versprach die Vertreterin der Wohnungsbaugesellschaft.

Als Montagfrüh immer noch nichts passiert war, riefen die Rudolfs erneut bei ihrem Vermieter an – immer mit der Angst im Nacken, dass bei der nächsten Toilettenspülung die ganze Sauerei wieder hochkommt. Die Antwort entsetzte die Mieter: Man wolle sich das noch mal angucken. Vielleicht sei das Problem durch die Spülungen der Mieter übers Wochenende ja schon weitergerutscht. Karin und Siegfried Rudorf waren entsetzt und sind es immer noch.

Und der Nachgucker von der Wohnungsbaugesellschaft kam erst gestern und stellte fest, der Unrat verstopft den Schacht immer noch. Auf Nachfrage der AZ schaltete sich Wohnungsbau-Geschäftsführer Christian Mertens persönlich ein: „Wir haben bereits eine Firma beauftragt.“

VON HOLGER BENECKE

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