Von Tesla bis Renault: Probefahren am Sonnabend beim 1. Tag der Elektromobilität

Salzwedel: „Kinderhouse“ testet Strompower

+
Thomas Wnuck fährt mit über 200 PS Elektropower durch Salzwedel. Der von einer Landesinitiative zur Verfügung gestellte Wagen kann am Sonnabend beim 1. Tag der Elektromobilität in Salzwedel auch Probe gefahren werden.

Salzwedel – Mit über 200 PS unter der Haube gleitet der Salzwedeler Thomas Wnuck durch Salzwedel. Er gehört zum Elektromobilitäts-Stammtisch und hat sich einen Hyundai Kona Elektro geholt.

Den Wagen, in der Variante 60 Kilowattstunden, also mit einem großen Akku für rund 350 Kilometer Reichweite, hat er vom Land Sachsen-Anhalt für eine Woche lang bekommen.

Das Projekt heißt „mission:e“ und wird vom Umwelt- und Verkehrsministerium gestützt. Die Landesenergieagentur und der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt verleihen ein Jahr lang kostenlos Elektroautos für eine Woche an Firmen und Behörden. Wnuck hat sich dort über die Salzwedeler Tagesstätte „Kinderhouse“, dessen Mitgründer er ist, beworben. Und nun steht der Wagen den Mitarbeitern der Einrichtung zur Verfügung.

Darüber hinaus bringt Thomas Wnuck das Auto am Sonnabend, 22. Juni, mit zum Bahnhof. Dort haben er und sein Stammtisch zusammen mit der Avacon den 1. Tag der Elektromobilität in Salzwedel organisiert. Von 9 bis 14 Uhr können dort die verschiedensten Elektroautos angeschaut und Probe gefahren werden. Darunter auch der von Wnuck ausgeliehene Hyundai. Weitere Elektromobilisten bringen ihre Fahrzeuge mit und berichten Interessierten von ihren Erfahrungen mit diesen Fahrzeugen in der Altmark. Darunter auch drei Tesla – Modell X, S und 3.

Und der Region fehlt es eindeutig an der Infrastruktur für Elektromobilität. Wenn Wnuck den batteriestarken Hyundai an den normalen Ladesäulen in Salzwedel – andere gibt es in der Hansestadt nicht – auflädt, dann dauert das ungefähr 36 Stunden. Im benachbarten Uelzen – dort gibt es zehn Schnellladesäulen – ist der Akku in einer halben Stunde voll, weist Thomas Wnuck auf das noch vorhandene Manko für eine zukunftsfähige Elektromobilität in Salzwedel und der Altmark hin. „Noch fehlt die Infrastruktur“, so der Elektromobilitätsfan, der auch privat einen Elektrischen fährt – einen Renault Zoe.

Auf dem Avacon-Parkplatz sollen am Sonnabend von den ortsansässigen Autohändlern und Privatleuten neben Tesla, Hyundai und Renault auch Elektro-Modelle von Nissan, BMW und Volkswagen präsentiert werden. Probefahrten sind möglich. Um diese jedoch zu koordinieren, sollten sich Interessenten vorher unter Tel. (03 901) 26 078 bei den Elektromobilitäts-Stammtischlern anmelden.

VON HOLGER BENECKE 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare