Hansestadt prüft Möglichkeiten, der Situation Herr zu werden

Salzwedel: Jugendliche demolieren mit roher Gewalt die Sitzgelegenheiten vor dem Rathaus

Bänke
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Auch der komplette Abbau der Sitzgelegenheiten steht im Raum.
  • VonArno Zähringer
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Bürgermeisterin Sabine Blümel war sauer. Aber richtig sauer. Grund der bürgermeisterlichen Empörung waren unter anderem die drei Bänke, die vor dem Eingang des Salzwedeler Rathauses stehen. Laut Blümel hatten Jugendliche mit roher Gewalt die Sitzgelegenheiten dermaßen demoliert, dass ein vernünftiges Sitzen auf den Möbeln nicht mehr möglich ist. Die Bürgermeisterin kündigte deshalb an, dass die Bänke ersatzlos gestrichen werden sollen, denn es „macht keinen Sinn“, sie immer wieder aufzustellen. „Ich bin so was von enttäuscht“, machte sie ihrem Ärger Luft und gab auch zu, „wir wissen nicht mehr, was wir machen sollen“.

Salzwedel - Auch gutes Zureden helfe hier nicht. Olaf Meinung, Kämmerer und stellvertretender Bürgermeister, hatte das Gespräch mit den Jugendlichen gesucht, versucht, an deren Werte zu appellieren. Schließlich würden Güter der Allgemeinheit beschädigt, die von Bürgern zum Ausruhen genutzt werden. Doch ohne Erfolg. „Nur reden ist da nicht mehr“, bilanzierte Blümel, die zudem sagte: „Das musste ich mal loswerden.“ Nun prüft die Stadt Möglichkeiten, wie das Beschädigen der Bänke beendet werden könne.

Probleme gibt es auch beim Bürgercenter. Von dort existieren allerdings Videoaufnahmen, die Jugendliche dabei zeigen, wie sie beispielsweise eine Schautafel mit Tritten malträtieren. Zudem habe die Stadt mit Verunreinigungen zu kämpfen, denn immer wieder würde unter anderem an den Eingang zum Bauamt uriniert.

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