12. Hopfenmarkt: Arendseer rollten ihr Fass zum Sieg

Salzwedel huldigte dem Gerstensaft

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So gehen Sieger ran: Der FC Soltmann Arendsee ist auf Salzwedels Straßen ungeschlagen. Die Männer um Martin Retzlaff – Mitte hinten als Antreiber – rollten ein furioses Rennen durch die Hansestadt.

Salzwedel. Es war der 12. Hopfenmarkt im 499. Jahr des deutschen Reinheitsgebotes: Oberbürgermeisterin Sabine Danicke eröffnete gestern das Spektakel – zunächst verbal: „Bei schönem Wetter kann jeder feiern“, trotzte Danicke regenmantelbewährt dem Nieselregen.

Und mit ihr zahlreiche Hansestädter zu Füßen des Rathausturms.

Nach dem Fassrollen schlug die Oberbürgermeisterin zu: mit dem Hammer beim Bieranstich. Kurz darauf floss der Gerstensaft aus dem Fass. Nun war der Hopfenmarkt richtig eröffnet. Und trotz des nicht ganz so idealen Wetters, strömten immer mehr Besucher zum Rathausturm, je stärker sich Klärchen zeigte.

Apropos Fassrollen: Es gab nicht wirklich eine Überraschung und Insider hatten es bereits prognostiziert: Der FC Soltmann Arendsee holte den Topf – zum vierten Mal in Folge. Platz zwei ging an den Soltmann-Stammtisch Salzwedel. Die Bronze-Medaille erkämpften sich die Freizeitsportler Siebeneichen auf dem Parcours vom Schrangen durch den Burggarten und zurück. Leider traten auch in diesem Jahr keine weiteren Mannschaften bei der wilden Jagd mit den rollenden Fässern an.

Der Tag verging zu Füßen des Rathausturmplatzes mit Spielen rund ums Bier. Dabei waren natürlich starke Männer gefragt, die einen gefüllten Maßkrug möglichst lange stemmen können. Rekord in Salzwedel: 13 Minuten.

Die Werbegemeinschaft suchte wieder das köstlichste Essen. In diesem Jahr gingen fünf Eintöpfe in kulinarische Konkurrenz. Das Publikum kostete und entschied: Michael Fornalskis Feldküchen-Erbsensuppe ist die beste.

Begleitet wurde der Hopfenmarkt von einem verkaufsoffenen Sonntag, von dem die Hansestädter und ihre Gäste reichlich Gebrauch machten. Auch ein Blick ins Lyzeum war möglich – das Kunsthaus soll Anfang Juli eröffnen.

Von Holger Benecke

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