Altmarkkreis fördert Elektromobilität

Salzwedel: Erste öffentliche Schnellladesäule für E-Autos in Betrieb genommen

Rechtsanwalt und E-Auto-Verfechter Thomas Wnuck (von links) erklärte Landrat Michael Ziche und Ulrich Plank, Fuhrparkleiter des Altmarkkeises Salzwedel, die Funktion der neuen öffentlichen Schnellladesäule für E-Autos.
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Rechtsanwalt und E-Auto-Verfechter Thomas Wnuck (von links) erklärte Landrat Michael Ziche und Ulrich Plank, Fuhrparkleiter des Altmarkkeises Salzwedel, die Funktion der neuen öffentlichen Schnellladesäule für E-Autos.

Salzwedel – Der Altmarkkreis Salzwedel unterstützt den Ausbau der Infrastruktur von Ladesystemen für E-Autos in der Region.

Im Beisein von Landrat Michael Ziche wurde gestern die erste öffentliche Schnellladesäule am Standort der Kreisverwaltung Salzwedel, direkt zwischen dem Fuhrpark der Kreisverwaltung und dem Parkplatz, in Betrieb genommen.

Die Projektkosten belaufen sich auf rund 73 000 Euro, davon sind knapp 19 000 Euro Fördermittel von der Nahverkehrsgesellschaft des Landes Sachsen-Anhalts (NASA). Seit September dieses Jahres wurde auf Hochtouren an der Umsetzung gearbeitet.

Landrat Michael Ziche probierte selbst aus, wie man mit dem Handy die Ladesäule aktiviert.

Die Ladesäule bietet neben zwei Adaptern für schnelles Laden auch einen Normalladeadapter. Mittels der Schnellladung kann in 30 Minuten Strom für bis zu 150 Kilometer geladen werden, immer abhängig vom jeweiligen Fahrzeugmodell und der Gleichzeitigkeit mit anderen Ladevorgängen. Normalladevorgänge können bis zu vier Stunden dauern.

„Wir haben uns sehr über den positiven Fördermittelbescheid gefreut und konnten damit zum Ausbau der Infrastruktur von Ladesystemen beitragen. Durch die räumliche Nähe zum Krankenhaus, zur Kreisverwaltung und zum Ärztehaus können Besucher innerhalb kürzester Zeit ihre Akkus aufladen. Durch verschiedene Bezahlmöglichkeiten kann jeder Nutzer die für ihn beste Variante auswählen“, erklärte Ziche.

Die Ladesäule ist rund um die Uhr nutzbar. Das Parken ist kostenfrei, aber die Dauer auf vier Stunden begrenzt, um ein Dauerparken zu vermeiden. Mit einem Hybridfahrzeug, dem Erdgasfahrzeug und den zwei Elektroautos sind bereits 14 Prozent des Fuhrparks des Kreises mit alternativen Antriebstechniken ausgestattet. Bei der geplanten Erhöhung des Anteils von E-Fahrzeugen im kreiseigenen Fuhrpark kann die Ladesäule die Standzeiten durch schnellere Zwischenladungen verkürzen. Dadurch werden bei Fahrzeugen, die in Stoßzeiten einer höheren Nutzung unterliegen, Emissionen eingespart. Im gesamten Altmarkkreis gibt es laut Ziche 69 E-Autos.

VON CHRISTIAN REUTER

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