Gedenken: Am Massengrab und am Konzentrationslager Blumen niedergelegt

Salzwedel: Eine Stadt verneigt sich vor den Opfern

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Bürgermeisterin Sabine Blümel gedenkt mit den Altmärkern an der Gardelegener Straße der Opfer des ehemaligen KZ-Nebenlagers in Salzwedel.

Salzwedel – Vor 75 Jahren, am 27. Januar 1945, wurde das Konzentrationslager Auschwitz von der Roten Armee befreit. Seit 2005 ist der 27. Januar der Gedenktag an die Opfer des Holocaust.

An der Ritzer Brücke – 244 KZ-Häftlinge wurden 1945 dort verscharrt – wurde gestern an die Opfer gedacht.

Nach ihrem Einmarsch ließen die Amerikaner das KZ-Außenlager in Salzwedel niederbrennen – Seuchengefahr.

Salzwedels Linke-Vorsitzender Jürgen Brunsch und der Gardelegener Holocaust-Autor Torsten Haarseim hielten die Gedenkreden.

Anschließend wurde an der Gardelegener Straße ebenfalls ein Gebinde niedergelegt. Dort stand bis zum April 1945 ein KZ-Außenlager, in dem bis zu 3000 Jüdinnen eingesperrt waren. Anika Binde und Marie Mewes forderten mit Gedichten, dass das nie mehr passieren darf. Salzwedels Bürgermeisterin Sabine Blümel hielt dort die Gedenkrede. Kreismusikschuldirektor Falk Kindermann begleitete die Gedenkveranstaltung auf der Klarinette. Die Anwesenden stimmten jiddische Lieder an.

VON LYDIA ZAHN

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