Stadtverwaltung hat 48 Bäume im Blick / Schwerpunkt Stapelteiche

Salzwedel ist Eichenspinner dicht auf den Fersen

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Der Eichenprozessionsspinner sorgt in der Altmark seit Jahren für Probleme. Salzwedel blieb bislang größtenteils verschont. Derzeit sind in der gesamten Kommune 48 Bäume betroffen.

Salzwedel. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass das profilaktische Spritzen von Bäumen gegen den Eichenprozessionsspinner nicht effektiv ist“, weiß Stadtsprecher Olaf Meining.

Darum werden nur die Exemplare behandelt, an denen sich die Schädlinge tatsächlich massenhaft vermehren. Davon gibt es in der Einheitsgemeinde derzeit 48. Die Brennhaare lösen allergische Reaktionen auf der Haut und in den Atemwegen aus. „Gemeinsam mit einer Fachfirma wird individuell entschieden, wie die Bekämpfung am besten funktioniert“, erklärt Olaf Meining. Das Spritzen ist etwas günstiger, doch ist dies nur im April und Mai wirkungsvoll. Abgesaugt werden kann immer. Darauf setzt auch die Hansestadt. Mitarbeiter des Bürgeramtes kontrollieren immer wieder kommunale Eichen.

„Natürlich können wir das bei der Größe der Einheitsgemeinde nicht jeden Tag machen. Hinweise aus der Bevölkerung sind wichtig“, unterstreicht Olaf Meining, dass befallene Bäume, die in öffentlichen Bereichen stehen, gemeldet werden können. Und zwar im Bürgercenter unter Tel. (03 901) 65 650.

Allerdings kommt die Kommune nur für die Behandlung von Bäumen auf, die auf Gemeindeflächen stehen. Privatleute sind für ihre Gehölze selbst zuständig. Sie können sich aber an die Verwaltung wenden, wenn sie Kontaktdaten von den Fachleuten benötigen.

Besondere Aufmerksamkeit gilt Spielplätzen, Kindereinrichtungen, Schulen, Bushaltestellen und Friedhöfen. Der Schwerpunkt bei der Bekämpfung liegt übrigens zwischen Salzwedel und Hoyersburg. An den Stapelteichen stehen insgesamt acht betroffene Bäume. Es folgen Cheine (6), der Spielplatz an der Salzwedeler Ludwig-Frank-Straße (5) und Tylsen (4). In den übrigen Ortsteilen treibt der Eichenspinner ebenfalls sein Unwesen, aber überschaubar: Es sind jeweils ein oder zwei Bäume, um die sich die Stadt intensiv kümmern muss. Der Schädling kann im Extremfall einen Baum kahl fressen.

Von Christian Ziems

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