Stadtrat wählt seinen Vorsitzenden / Ausschüsse und Posten verteilt

Salzwedel: Ein Drama gleich in der ersten Runde

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Die konstituierende Sitzung des Salzwedeler Stadtrates dauerte eine Stunde und 47 Minuten. Die Wahl des Stadtratsvorsitzenden, geheime Abstimmungen und eine längere Unterbrechung sorgten dafür.

Salzwedel – Die konstituierende Sitzung des neuen Salzwedeler Stadtrates am Mittwochabend im Kulturhaus war noch keine fünf Minuten alt, da gab es bereits Diskussionen um die Geschäftsordnung und wie weiter zu verfahren sei.

Zum politischen Intrigenspiel geriet dann die Wahl des Stadtratsvorsitzenden.

Bei der Wahl gedemütigt: Gerd Schönfeld.

Gerd Schönfeld (Linke), der diese Aufgabe in den vergangenen Jahren ausgeübt hat, kandidierte erneut. Doch die von Norbert Hundt (SPD) beantragte geheime Wahl brachte ein Stimmenpatt: 18 für Schönfeld, 18 gegen ihn. Heißt: nicht gewählt (es fehlte Peter Fernitz). Erst im zweiten Durchgang schlug Karl-Heinz Schliekau (CDU) SPD-Politiker Holger Lahne als Gegenkandidaten für Schönfeld vor.

Behält ihren Sozialausschuss: Gabriele Gruner.

Dessen Ambitionen auf den Vorsitz waren allerdings im Vorfeld bekannt gewesen. Beim erneuten Votum siegte Schönfeld mit 19 zu 14 Stimmen gegen Lahne. Weil auch sein erster Stellvertreter geheim gewählt werden sollte, gab es eine längere Unterbrechung, da die Verwaltung zunächst neue Stimmzettel drucken musste.

Einziger Anwärter auf den Vizeposten war Renee Sensenschmidt, der 24 Ja-Stimmen holte. Ein zweiter Stellvertreter wurde übrigens nicht gewählt: Denn aus den Reihen der Abgeordneten gab es keine Vorschläge.

VON JENS HEYMANN

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