Kommunikation als Schlüssel

Salzwedel: Doris Beneke aus Zethlingen ist neue Comenius-Schulleiterin

Doris Beneke schaut sich in der Aula der Comenius-Schule um. Sie ist neue Leiterin der Salzwedeler Bildungsstätte an der Neutorstraße. Ihr zur Seite steht Stellvertreter Werner Blattner. Fotos (2): J. Heymann
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Doris Beneke schaut sich in der Aula der Comenius-Schule um. Sie ist neue Leiterin der Salzwedeler Bildungsstätte an der Neutorstraße. Ihr zur Seite steht Stellvertreter Werner Blattner.
  • Jens Heymann
    vonJens Heymann
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Salzwedel – Morgens hatte Doris Beneke in Magdeburg den Amtseid geleistet, kurz nach Mittag am 1. Dezember stellte sich die 54-Jährige in ihrem neuen Dienstbüro der Öffentlichkeit vor: Nach einem langen Bewerbungsprozess ist die Altmärkerin (Zethlingen)  neue Chefin der Salzwedeler Comenius-Schule.

Sie tritt damit die Nachfolge des langjährigen Schulleiters Norbert Hundt an, der sich im Juli in den Ruhestand verabschiedet hatte. .

Die Comenius-Schule aus der Ferne: Dort hatte es kürzlich eine Messerattacke gegeben. Die Aufarbeitung läuft.

„Die Tätigkeit bleibt gleich, das Umfeld ist anders“, schätzte Doris Beneke ihre neue Aufgabe ein. Zwanzig Jahre war sie Lehrerin in Niedersachsen und leitete zuletzt neun Jahre eine Realschule in Rühen. Nun also der Weg zurück in die Altmark, was bürokratie- und coronabedingt nicht ganz einfach gewesen sein soll, wie die AZ von Landesschulamtsvertreter Sören Messerschmidt erfuhr. Bereits zur Verabschiedung von Norbert Hundt sei Doris Beneke als Bewerberin intern gehandelt worden.

„Ich bin schon einmal in so einen großen Schuh getreten“, sagte sie in Hinblick auf das lange Wirken Hundts. Ob die Nachfolge schwierig oder leicht werde, hänge vom Umfeld ab. Miteinander reden sieht Doris Beneke als Schlüssel an – viele Schüler haben sie schon gesehen; nächste Woche soll die erste Dienstbesprechung mit den Kollegen folgen, hieß es in der Schule.

Auf die 54-Jährige kommt viel Arbeit zu. Es gilt, die Messerattacke einer Schülerin auf einen Mitschüler zu verarbeiten – so etwas hätten die Verantwortlichen noch nie erlebt. „Wir sind noch mittendrin in der Arbeit“, meinte Sören Messerschmidt. Zwei Tage sei der Schulpsychologe vor Ort gewesen und darüber hinaus weitere Betreuung notwendig. Beruhigen und Ängste nehmen, umschreibt Doris Beneke zwei wichtige Dinge.

Auch der Schulalltag wartet. Rund 340 Schüler besuchen die Comenius-Bildungsstätte, die nach wie vor einen Mangel an Lehrkräften hat. Die Versorgung steht bei 80 Prozent. Im Februar sollen zwei Neue kommen. Solche Defizite kenne Schulleiterin Beneke aus Niedersachsen. Sie selbst unterrichtet Biologie, Chemie und Kunst.

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