Wind deckt Hälfte des Stroms

Sachsen-Anhalter nutzen erneuerbare Energie zu 62 Prozent

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An der Stromeinspeisung insgesamt hatte Wind einen Anteil von 38 Prozent.

Altmark – Nach vorläufigen Angaben der Stromnetzbetreiber für 2018 wurden in Sachsen-Anhalt 13.241 Millionen Kilowatt pro Stunde (kWh) Strom aus erneuerbaren Energien in das Stromnetz zur allgemeinen Versorgung eingespeist.

Das sind zwei Prozent weniger als im Jahr zuvor, teilt das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt in einer Pressemitteilung mit.

Die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien hatte einen Anteil von 61 Prozent an der gesamten Stromeinspeisung. Aus Windenergie wurden 8234 Millionen kWh in das Stromnetz eingespeist, 6 Prozent weniger als im windreichen Jahr 2017. Mit einem Anteil von 62 Prozent an der Einspeisung aus erneuerbaren Energien blieb Wind mit Abstand der bedeutendste erneuerbare Energieträger in Sachsen-Anhalt. An der Stromeinspeisung insgesamt hatte Wind einen Anteil von 38 Prozent. Ausgehend vom Strombedarf in Sachsen-Anhalt könnte somit die Hälfte des Stroms aus Windenergie abgedeckt werden.

Biomasse lag mit einem Anteil von 19 Prozent und einer Stromeinspeisung von 2478 Millionen kWh an zweiter Stelle der erneuerbaren Energien. Biomasse umfasst die feste und flüssige Biomasse (nachwachsende Rohstoffe wie Holz), Biogas und den biogenen Anteil der Abfälle.

Mit einer Stromeinspeisung von 2386 Millionen kWh war Photovoltaik 2018 die drittwichtigste Stromquelle bei den erneuerbaren Energien. Durch einen Zuwachs von 22 Prozent erhöhte sich ihr Anteil auf 18 Prozent. Zur Stromeinspeisung bei den erneuerbaren Energien insgesamt steuerte Photovoltaik einen Anteil von 11 Prozent bei.

Des Weiteren wurde noch Strom aus Wasserkraft sowie Deponie- und Klärgas mit 111 Millionen kWh in das Stromnetz eingespeist. Hierbei kam es bei Wasserkraft durch die extrem trockene Witterung zu einem Rückgang von 35 Prozent gegenüber 2017.

VON ANN-CATHRIN BREY

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