Privatperson klagt gegen Planfeststellungsbeschluss für Teilstrecke

Rückschlag für A14-Nordverlängerung

Der A14-Abschnitt Dahlenwarsleben–Wolmirstedt wird beklagt.
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Der A14-Abschnitt Dahlenwarsleben–Wolmirstedt wird beklagt.

Dahlenwarsleben/Leipzig – Neuer Rückschlag für die A14-Nordverlängerung: Der Planfeststellungsbeschluss für den rund 11,5 Kilometer langen Abschnitt von Dahlenwarsleben bis Wolmirstedt wird juristisch angefochten.

Erst am Montag hatte das Landesverkehrsministerium mitgeteilt, dass nun auch der Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt Osterburg–Seehausen vorliegt und damit Baurecht für die komplette A14-Nordverlängerung in Sachsen-Anhalt bestehe.

Nun heißt es, dass auch hier noch eine Klagefrist laufe. Außerdem sei eine Klage im Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eingegangen, wie eine Sprecherin auf Nachfrage mitteilte. Diese stamme von einer Privatperson. Einzelheiten zum Kläger und zu seinen Forderungen könnten erst nach Eingang der Klagebegründung genannt werden. Die Frist, diese einzureichen, laufe bis 17. Februar 2021.

In der Regel dauert es etwa ein Jahr, bis sich das Gericht mit solchen Verfahren befasst. In ähnlichen Fällen, so bei den Widersprüchen der Umweltschutzorganisation BUND sowie der Verbandsgemeinde und der Stadt Seehausen gegen den Abschnitt Seehausen bis zur Landesgrenze, hatten sich die Planungsbehörden mit den Klägern gütlich geeinigt. Gleiches gilt für die Klage einer Privatperson gegen die Planungen für den Abschnitt Lüderitz–Stendal. Ob sich auch diesmal wieder ein Kompromiss finden lässt, ist offen.

Die Planungen für den Abschnitt Dahlenwarsleben– Wolmirstedt, der auch eine Anschlussstelle Haldensleben beinhaltet, waren besonders langwierig und aufwendig. Zahlreiche Einwendungen wurden berücksichtigt. Anspruchsvollstes und umstrittenstes Bauwerk ist eine Brücke über den Mittellandkanal. Laut Verkehrsprognose sollen nach Fertigstellung täglich rund 36 000 Pkw und 7800 Lkw diesen Abschnitt der A14 befahren.

Im Bau befindet sich derzeit der Abschnitt von Tangerhütte bis Lüderitz. Für die Abschnitte Lüderitz–Osterburg laufen die Bauvorbereitungen. Auf 14 Kilometern zwischen Wolmirstedt und Tangerhütte ist die A14-Nordverlängerung in Sachsen-Anhalt bereits befahrbar. Die Nordverlängerung soll einst Magdeburg mit der Ostsee verbinden.

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