Der Umbau ist geschafft

Rotkreuzler haben 7.000 Stunden in alte Feuerwache gesteckt

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Die Fahrzeughalle, in der auch die Boote der Wasserwacht hängen. Im ehemaligen Schlauchturm werden nun durchnässte Einsatzsachen der Rotkreuzler getrocknet.

Salzwedel – „Wir haben alles selbst gemacht.“ DRK-Sanitätszugführer Klaus Gabriel ist mächtig stolz auf seine Truppe, die die alte Salzwedeler Feuerwache komplett umgestaltet hat.

„Haus des Ehrenamts“ steht an dem Gebäude an der Sankt-Ilsen-Straße, denn auch die Wasserwacht und die Rettungshundestaffel des DRK haben dort ihr Domizil aufgeschlagen.

Vom „Haus des Ehrenamts“, der alten Feuerwache aus, agieren Sanitätszug, Wasserwacht und Hundestaffel.

Gut 50 Ehrenamtliche haben über 7.000 Arbeitsstunden in zwei Jahren in den Umbau investiert. Vieles bekamen die Helfer von örtlichen Firmen gespendet, schildert Gabriel. In der ehemaligen Feuerwehr-Fahrzeughalle steht die Technik der Sanitätsbereitschaft: drei neue Krankentransportwagen (KTW), ein Vier-Tragen-KTW, ein Sanitätsgerätewagen, ein Kommandofahrzeug und ein Arzttruppwagen.

Dazu kommen der Einsatzleitwagen Wasserrettung, zwei Bootstrailer und zwei Rettungsboote von der DRK-Wasserwacht. Und auch die DRK-Hundestaffel hat ihr Zugfahrzeug samt Hundetrailer dort untergestellt. Auf dem Platz vor dem „Haus des Ehrenamts“ steht noch ein Mannschaftstransportwagen vom Kreisverband, der vorwiegend für die Blutspendeaktionen genutzt wird.

Während sich neben der Fahrzeughalle noch die neuen Umkleideräume befinden, wird der alte Schlauchturm der Feuerwehr auch weiterhin zum Trocknen genutzt – statt Schläuche hängt dort Einsatzbekleidung. Das Obergeschoss, in dem früher der Gerätewart der Salzwedeler Feuerwehr, Andreas Schulz, gewohnt hat, wurde komplett umgebaut und ist Klaus Gabriels ganzer Stolz.

Dort befindet sich ein modern ausgestatteter Schulungsraum für 20 Personen. „Wenn wir alle Stühle zusammenholen, passen 25 rein“, schmunzelt Sanitätszugführer Gabriel.

Sanitätszugführer Klaus Gabriel ist stolz: Auch die Sanitärräume haben die Rotkreuzler mit materiellen Spenden heimischer Unternehmen selbst umgebaut.

Weiter gibt es auf dieser Etage eine Teeküche, zwei Toiletten und zwei Duschen. Denn im Katastrophenfall wird die Wache von den Rotkreuzlern besetzt, um von dort aus zu agieren.

Von Holger Benecke

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