Weitere Wachen in Rohrberg, Salzwedel, Kahrstedt und Kloster Neuendorf

Rettungskräfte werden im Kreis besser verteilt

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Damit der Rettungsdienst im Kreis künftig noch breiter aufgestellt ist, sollen neue Stützpunkte eingerichtet werden. Besonders der Kalbenser Bereich wird davon profitieren. Dort gibt es bald auch einen weiteren Notarzt.

Altmarkkreis. Der Rettungsdienst stand im Altmarkkreis auf dem Prüfstand: Mit einem Computer wurden Fahrstrecken ermittelt. Doch damit gab sich die Verwaltung nicht zufrieden.

Ein Gutachter befuhr die Strecken mit Blaulicht real und stellte fest: Landesstraßen sind in Sachsen-Anhalt teilweise deutlich maroder als in anderen Bundesländern. Konsequenz: Die Rettungsdienste brauchen länger. Somit können die Zeiten von zwölf Minuten (Rettungstransportwagen) und 20 Minuten (Notarztwagen) nicht immer eingehalten werden. Probleme gibt es im Bereich Brunau, Lohne und Packebusch. „Dort müssen wir dringend reagieren“, erklärte Dezernent Hans Thiele während des Kreis-Ordnungsausschusses.

Um die Situationen insgesamt zu entschärfen, wird es neue Rettungswachen geben. Die Anzahl der Einsatzwagen bleibt aber gleich. Ein Gefährt aus Gardelegen wird ab dem nächsten Jahr in Kloster Neuendorf stationiert. Ähnliches passiert in Salzwedel. Dort gibt es bald einen weiteren Stützpunkt im Feuerwehrtechnischen Zentrum auf dem Fuchsberg.

Die Wache Kalbe wird komplett verlegt. Und zwar nach Kahrstedt. Dort soll ein weiterer Notarzt Dienst schieben. Außerdem bekommt Rohrberg einen Rettungstransportwagen.

Die Kosten dafür tragen die Krankenkassen. Umgesetzt wird der Plan von dem Rettungsdienst, der die Ausschreibung gewinnt und dann ab dem 1. Januar 2016 zuständig ist. Gebäude für die neuen Rettungswachen wurden noch nicht ausgewählt. „Wir empfehlen, die jeweiligen Ortsbürgermeister zu kontaktieren. Diese wissen, ob Liegenschaften zur Verfügung stehen“, unterstrich Hans-Thiele. Es könnte aber auch passieren, dass auf der grünen Wiese neu gebaut wird.

Sorgen bereitet die Amerikalinie. Die Bahn könne nicht sagen, wie oft die Schranken nach dem zweispurigen Ausbau geschlossen sind. Ein Gutachten kostet 25 000 Euro. Dieses Geld will der Kreis aber nicht bezahlen und wartet ab. Um auf alle Situationen vorbereitet zu sein, wird in Sachen Rettungsdienst eng mit den Nachbarkreisen gearbeitet.

Von Christian Ziems

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