Grundschule renoviert

Renovierte Perver-Grundschule muss Mittwoch wieder schließen

Schüler im Klassenraum.
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Den Schülern der Klasse 3a gefällt es sehr gut in dem renovierten Schulgebäude. Seit gestern müssen aber nicht nur sie, sondern fast alle Schüler in Salzwedel wieder in den Wechselunterricht.
  • vonLydia Zahn
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Die Perver-Grundschule kann sich nach der Renovierung sehen lassen. Schick, neu und freundlich. Doch viel haben die Schüler davon vorerst nicht. Ab Mittwoch müssen Schulen wieder schließen.

Salzwedel – Neue Elektroninstallationen für 268 000 Euro, Brandschutz für 93 000 Euro, digitale Aufrüstung, neue Wandfarbe, eine neue Küche, die Decken in den Klassenräumen und im Flur erneuert und mit Dämmung versehen – in der Perver-Grundschule in Salzwedel hat sich seit dem Renovierungsbeginn viel getan. Die Schüler fühlen sich in ihrer neuen und doch gewohnten Umgebung wohl.

Ab Mittwoch war es das dann aber auch schon wieder mit dem Wechselunterricht vor Ort, da die Sieben-Tage-Inzidenz seit drei aufeinanderfolgenden Tagen über 165 liegt und deshalb die allgemein- und berufsbildenden Schulen im Altmarkkreis Salzwedel ab morgen wieder schließen und den Lernstoff im Distanzunterricht vermitteln müssen.

„Wir rechnen damit, dass wir ab Mittwoch, bis auf die Notbetreuung, schließen müssen“, hatte Schulleiterin Angela Ritter-Hundt bereits im Vorfeld – zum Zeitpunkt des Gesprächs mit der AZ – vermutet. Und damit sollte sie auch recht behalten. Denn am Montag bestätigten die Corona-Zahlen des Altmarkkreises mit einem Inzidenzwert von 171,9 ihre Vermutung. Vorausschauend habe sich das Kollegium auf diesen Fall vorbereitet, schließlich stiegen die Infiziertenzahlen zuletzt stetig.

Schulleiterin Angela Ritter-Hundt.

Zurück zum Schulgebäude: Die Perver-Grundschule an der Sankt-Georg-Straße ist bis auf letzte Kleinigkeiten fertig renoviert. Wovon die Kinder bisher noch nicht allzu viel hatten. Dennoch war die Freude den Kleinen anzusehen, wieder in der gewohnten Umgebung lernen zu können. Begonnen hatten die Arbeiten an der Perver-Grundschule in den Sommerferien des vergangenen Jahres. Ende August startete das neue Schuljahr für die Jungen und Mädchen in einer Hälfte des Mehrgenerationenhauses und in Containern auf dem Areal. Knapp drei Monate später ging es aber schon wieder zurück in die Perver-Bildungsstätte. Auch wenn es den Schülern an der Sonnenstraße gefallen hatte, waren sie froh, wieder in ihrer Schule zu sein.

So sah es noch Ende August 2020 in der Perver-Grundschule aus: ein Baustellen-Chaos.

Und dann sah diese auch noch völlig anders aus. „Ich finde die Wände schön“, „Ich mag die Türen“, „Ich finde hier so vieles schön“, waren nur ein paar der Antworten der Kinder aus der Klasse 3a auf die Frage der AZ, was ihnen besonders gefalle. Aber auch eine kritische Stimme war mit dabei: „Das hat bloß ganz schön lange gedauert.“ Diese Aussage zog ein Schmunzeln der Schulleiterin Angela Ritter-Hundt nach sich. Aber auch sie freut sich über die Verwandlung: „Wir fühlen uns hier sehr wohl.“

Der neue Speiseraum der Schule erstrahlt in stimmigen Tönen. Eine neue Küche gab es auch noch dazu.

Ganz aus dem Schneider ist die Schule aber noch nicht. „Derzeit laufen die Bearbeitung und Prüfung der Schlussrechnungen. Die Brandschutzmaßnahmen im Schulgebäude sind fast abgeschlossen“, informiert Stadtpressesprecher Andreas Köhler über den aktuellen Stand. „Zu 99,9 Prozent ist hier alles fertig“, erklärt auch Ritter-Hundt. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Eine Sache hat die Schulleiterin allerdings noch auf dem Herzen: „Wir hätten gerne im vergangenen Jahr unseren 120. Geburtstag gefeiert. Den 121. konnten wir auch nicht feiern.“ Denn das Schulgebäude wurde 1900 erbaut und besteht somit seit über einem Jahrhundert. „Darauf bezieht sich auch unser Schulmotto, unser Leitspruch: ,Altes Haus, junges Leben‘“, schließt Angela Ritter-Hundt.

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