1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Salzwedel

Regiocom in Salzwedel: Viel Homeoffice - Hohe Energiepreise prägen Kundenarbeit

Erstellt:

Von: Jens Heymann

Kommentare

Regiocom selbst bezeichnet den Salzwedeler Standort als sein „wohl originellstes Service-Center“.
Regiocom selbst bezeichnet den Salzwedeler Standort als sein „wohl originellstes Service-Center“. © Freier Mitarbeiter

Viele Menschen, die die Arendseer Straße in Salzwedel passieren, fahren am großen Regiocom-Gebäude vorbei, aber seit den alten Zeiten als Baumarkt dürften nur die wenigsten drinnen gewesen sein.

Salzwedel – Dabei ist das Callcenter einer der großen privaten Arbeitgeber der Stadt. Standortleiter André Balke spricht von rund 250 Mitarbeitern. Zusammen mit seiner Projektassistentin Juliane Baier zählt er Stendal, Seehausen und Lüchow als Wohnorte auf, aus denen die Beschäftigten stammen.

So einfach hinein kommen Fremde in das Gebäude an der Abfahrt Heinestraße in Siebeneichen sowieso nicht. Und das nicht nur wegen der Corona-Pandemie, die gerade Großraumbüros wie das von Regiocom hart trifft. Man gibt sich gerne diskret und zurückhaltend, entsteht schnell der erste Eindruck.

An einigen Stellen in der großen Halle sind die Werbebanner der Auftraggeber zu sehen. Es handelt sich um große Unternehmen aus der Energiewirtschaft und der Telekommunikation. Mancher Konzern besteht sogar auf einen abgetrennten Bereich innerhalb der schier endlosen Tische und Monitore, erfährt die AZ. Was drinnen passiert, soll auch drinnen bleiben. Nur so viel: Es geht häufig um Tarife und Rechnungen für Strom und Internet.

Durch die Pandemie sind viele Mitarbeiter im Homeoffice; vor Ort bleiben viele Stühle leer. Die Stille wirkt fast unwirklich. Aber auch regulär ohne Corona würde kein lautes Durcheinander herrschen, gibt André Balke zu verstehen.

Ein Satz, der beim Besuch der AZ bei Regiocom durch einen weiteren Gast fällt: Dort arbeite die Mitte der Gesellschaft. Und auch die Aussage wird getätigt: dass die dortigen Menschen nicht immer so in der Öffentlichkeit wahrgenommen würden.

So ruhig es in der großen Halle sein mag; am Telefon oder per E-Mail kann es dann doch schon mal ruppiger zur Sache gehen. Insbesondere gerade zu Zeiten steigender Preise bei Energie. Die Reaktionen der Endkunden landen da mehr oder weniger ungefiltert bei seinen Mitarbeitern, drückt sich Standortleiter Balke diplomatisch aus. Aber sie seien geschult worden, damit umzugehen.

Die Arbeit verteilt zu etwa gleichen Teilen auf Telefonie und schriftliche Vorgänge. Bei Regiocom in Salzwedel arbeiten etwas mehr Frauen als Männer, heißt es. Und dass die Mitarbeiter in Teams organisiert werden. Nach der Basisschulung kristallisieren sich die Fähigkeiten eines jeden Einzelnen heraus.

Regiocom ist seit 2011 in Salzwedel; der Hauptsitz befindet sich in Magdeburg. Der Standort in der Hansestadt wird auf der Unternehmensseite als „wohl originellstes Service-Center“ bezeichnet. André Balke wünscht sich noch ein wenig Wachstum, dann sei es aber auch gut.

Auch interessant

Kommentare