Salzwedeler Kanäle: VKWA aktualisiert Daten

Regenwasser kostet Geld

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Blick über Salzwedels Dächer. Der VKWA rät, dass Regenwasser, wenn möglich, auf dem eigenen Grundstück versickern sollte. Der Verband braucht das Wasser nicht.

Sazwedel. Regenwasser fällt zwar kostenlos vom Himmel, wenn dieses über Mischwasserkanäle in die Kläranlage fließt, kostet es allerdings Geld.

Der Verband für Kommunale Wasserversorgung und Abwasserbehandlung (VKWA) verlangt dafür im Salzwedeler Stadtgebiet seit Jahren Abschläge. Nun werden die Daten auf den aktuellen Stand gebracht. Rund 3600 Grundstücksbesitzer erhalten im März, April oder Mai Post von einem privaten Dienstleister aus Magdeburg (WSTC).

Wie VKWA-Geschäftsführer Jens Schütte im Pressegespräch erklärte, handelt diese Firma im Auftag des Verbandes. Es gilt anhand von mitgeschickten Lufbildern Erfassungsbögen auszufüllen. Darauf wird eingetragen, von welchen Dach- und versiegelten Flächen Wasser in den Kanal fließen. Die Grundstücksbesitzer müssen dafür nicht selbst ausmessen, die Daten werden mitgeliefert. Ziel des VKWA ist es, die anfallenden Kosten auf „breitere Schultern“ zu verteilen.

In den Briefen stehen auch Kontaktnummern, die bei Nachfragen angerufen werden können. Außerdem sind Beratungstage in Salzwedel vorgesehen. Als Grundlage für die Berechnung werden neben der jeweiligen Fläche, von der Regenwasser in den Kanal fließt, die Werte des Deutschen Winterdienstes genutzt. Demnach regnet es in der Salzwedeler Region pro Jahr 540 Milimeter. So kommt pro Quadratmeter ein Wert von 62 Cent im Jahr zu Stande.

2014 haben bereits 1250 Grundstückseigentümer auf den Dörfern das Prozedere absolviert (AZ berichtete). Wie Axel Gehlaar von der Firma WSTC erklärte, verlief dies fast überall reibungslos.

Von Christian Ziems

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