1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Salzwedel

Rapper-Duo Shinsky und Dima brachten das „Hanseat“ in Salzwedel zum Beben

Erstellt:

Von: Bernd Zahn

Kommentare

menschen
Die beiden Rapper Shinsky (l.) und Dima heizten mit ihren Beats auf der Hansabühne ordentlich ein. Mit ihrem Hit „Subwoofer“ erreichten sie 27 Millionen Klicks und spielten bereits auf dem Splash Festival in Ferropolis. © Zahn, Bernd

In diesem Monat reisen Shinsky und Dima auf Deutschlandtour zwei Wochen lang durch die großen Städte. Claudia Genz vom „Hanseat“ erlebte das Duo auf dem Splash Festival in Ferropolis und zögerte keinen Moment, die beiden Rapper aus Niedersachsen zu buchen. Am Sonnabend machten sie auf ihrer Tour einen Zwischenstopp in der Baumkuchenstadt.

Salzwedel – Rapper müssen nicht aus Los Angeles oder Berlin kommen – Shinsky und Dima (SxD) kommen aus Hankensbüttel und Knesebeck und stehen Kollegen aus den Metropolen in nichts nach. Das zeigten sie am Sonnabend im knackig gefüllten Hansa-Haus an der Altperverstraße. Für Moralhüter könnte der Scheiterhaufen gar nicht groß genug sein, um sie zu verbrennen. Vor 30 Jahren wäre das wohl noch passiert, nur mittlerweile weiß jeder um die musikhistorische positive Relevanz dieser Musikgattung. Um diese Musik zu machen, muss man hungrig, aber vor allem wütend oder wahnsinnig sein, das wusste schon Miami Yacine.

„Love, Peace and Harmony“ wollten SxD bringen, wie Dima im Gespräch erklärte. Shinsky fügte mit breitem Grinsen hinzu: „Wo wir sind, machen wir Party. Gestern vor 1000 Leuten in Magdeburgs Factory“, und fügt an: „Bei uns müssen die Leute Party machen.“ So war es dann auch. Kaum hatten die beiden die Bühne betreten, startete das Party-Schiff Richtung Doppelwumms-Stimmung. Fette Beats hämmerten aus den Boxen.

menschen
Das „Hanseat“ war voll. Manche zückten da ihr Handy, um den Auftritt jederzeit wieder ansehen zu können. © Zahn, Bernd

Über 27 Millionen Klicks in zwei Jahren gab es bisher für ihren Hit „Subwoofer“. In ihren Texten behandeln die beiden, was jungen Leuten auf dem Dorf durch den Kopf wandert, wie im Song „Plastikbecher“, mal sehr derbe, mal mit einem Augenzwinkern, aber stets mit ordentlich viel Humor.

Für ihr Vorprogramm konnten sie Shrf (Noah Schwarzkopf) aus Gifhorn gewinnen. Sein neuer Song „Wir sind im Modus“ ballerte über die Hansabühne und zwang das Publikum zum Mitsingen. Shrf lieferte EDM-Trap mit deutschen Texten. Das ging steil.

Zum abendlichen Abschluss gewährte das DJ-Duo Jason und Benjamin noch eine Audienz und servierte für die Tanzfreudigen feinste Techno-Melodien, um den Abend würdevoll ausklingen zu lassen. Fazit: Hansa bitte mehr davon.

Auch interessant

Kommentare