Lückenschluss im Blick

Radweg zwischen Warthekreisel und Kuhfelde: „Frühestens Mitte nächsten Jahres“

Flächen, die für den Radwegebau zwischen Warthekreisel und Kuhfelde nötig sind, können auch enteignet werden. Nach einem aufwändigem Rechtsverfahren wurde der Gemeinnutz vor den Eigennutz gestellt.
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Flächen, die für den Radwegebau zwischen Warthekreisel und Kuhfelde nötig sind, können auch enteignet werden. Nach einem aufwändigem Rechtsverfahren wurde der Gemeinnutz vor den Eigennutz gestellt.

Salzwedel / Kuhfelde – Frühestens Mitte nächsten Jahres kann die Landesstraßenbaubehörde (LSBB) mit dem Radwegebau neben der B 248 zwischen Warthekreisel und Kuhfelde beginnen. Das schätzte LSBB-Regionalleiter Manfred Krüger in einem AZ-Gespäch ein.

Sein Haus hatte das Vorhaben bereits vor 14 Jahren angepackt und war bislang an Grundstückseigentümern gescheitert, die ihre Flächen für den Radweg neben der Bundesstraße nicht verkaufen wollten.

Stellungnahmen stehen noch aus

Nach einem aufwändigen Rechtsverfahren hat es der LSBB nun in der Hand, notfalls zu enteignen. Der Planfeststellungsbeschluss stammt vom 20. November vergangenen Jahres. Letzter Schritt in dem Verfahren war das öffentliche Auslegen der Unterlagen für den Radweg in der Verwaltungsgemeinschaft Beetzendorf-Diesdorf und der Einheitsgemeinde Salzwedel. Dort konnten vom 20. Januar bis zum 3. Februar Einwände erhoben werden. „Die Stellungnahmen sind uns noch nicht bekannt. Diese wurden zum Landesverwaltungsamt weitergeleitet“, weiß Krüger. Von dort gehen diese an seine Behörde.

Sollte es keine Einwände gegeben haben, erlangt das Verfahren Anfang März Rechtskraft. Erst dann können Krüger und seine Mitarbeiter handeln. Neben der Ausführungsplanung und den Ausschreibungen läuft dann parallel der Grundstückserwerb. Krüger rechnet für den Radweg mit gut drei bis vier Monaten Bauzeit. „Die rund 5,5 Kilometer lange Strecke wird die Steuerzahler etwa eine Million Euro kosten“, sind die bisherigen Berechnungen seiner Behörde. „Wenn alles läuft und keine weiteren Einwände kommen, wird es noch ein gutes Jahr bis zum Baubeginn dauern“, umriss der LSBB-Chef den Zeitplan. Gibt es beim Grunderwerb Schwierigkeiten, sieht Krüger den Baubeginn nicht vor 2022.

Der Regionalbereichsleiter blickt aber noch weiter über den Tellerrand. Wenn das Teilstück zwischen Warthekreisel und Kuhfelde geschlossen ist, klafft noch ein Loch zwischen Kuhfelde und Rohrberg. Eine weitere Herausforderung für den LSBB. Wenn auch dieser Abschnitt geschlossen ist, kann neben der B 248 von Salzwedel bis Brome und weiter in Richtung Ehra geradelt werden.

„Auf Bundesstraßen keine Chance“

„An den Bundesstraßen wollen wir generall Radwege bauen, weil die Radfahrer auf diesen Straßen kaum eine Chance haben“, bekräftigt Manfred Krüger trotz der immer wieder auftretenden Schwierigkeiten mit dem Landerwerb.

Auch an den Landesstraßen, für die Manfred Krügers Behörde ebenfalls zuständig ist, hält der Regionalleiter an einem ausgewogenen Radwegenetz fest. Und hat dafür auch eine passende Faustformel parat: „Zehn bis 15 Kilometer im Zirkelschlag zu den Grundzentren.“

VON HOLGER BENECKE 

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