Radweg Salzwedel-Kuhfelde

Nach 15 Jahren soll gebaut werden

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Für einen Radweg vom Warthe-Kreisel nach Kuhfelde sind die Aussichten nun, nach 15 Jahren, gut. Das Vorhaben könnte im nächsten Jahr über die Bühne gehen.
  • Holger Benecke
    VonHolger Benecke
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Vor 15 Jahren haben die Planungen für einen die B 248 begleitenden Radweg vom Warthe-Kreisel nach Kuhfelde in der Landesstraßenbaubehörde (LSBB) begonnen. „Jetzt haben wir Baurecht“, sagte LSBB-Regionalleiter Manfred Krüger gestern im AZ-Gespräch.

Salzwedel/Kuhfelde - Baurecht heißt: Die LSBB kann eine sogenannte Besitzeinweisung vornehmen. Auf gut Deutsch: enteignen. Nämlich jene Eigentümer, die sich geweigert hatten, ihre Flächen für den Radweg an die LSBB zu verkaufen. Das aufwendige Rechtsverfahren, in dem Eigennutz und Gemeinnutz gegeneinander abgewogen wurden, hatte sich über Jahre hingezogen.

Nun können endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden. „Wir werden über den Winter ausschreiben“, erläuterte Krüger und nannte 2022 als Baubeginn. Drei bis vier Monate sollen die Arbeiten dauern. Die 5,5 Kilometer lange Strecke ist mit rund einer Millon Euro veranschlagt. Damit könnten Radfahrer von Salzwedel bis Kuhfelde durchfahren.

Wenn auch noch der Abschnitt zwischen Kuhfelde und Rohrberg geschlossen wird, könnten die Räder bis nach Brome und Ehra ins Niedersächsische rollen. „Im E-Bike-Zeitalter gibt es immer mehr Fernradfahrer.“ Krüger hat den Abschnitt zwar im Fokus, blickt aber auf die Politik und meint: „So schnell wird das nichts.“ Denn im Radverkehrswegeplan stehe der Abschnitt auf Platz 170 bzw. 171.

Der Radweg vom Fuchsberg-Kreisel endet auf der B 248 vor Sienau. Die Lücke zur Warthe soll geschlossen werden.

Manfred Krüger richtet vorher noch den Blick auf ein weiteres Radwegbauvorhaben an der B 248: den Lückenschluss zwischen Sienau und dem Warthe-Kreisel. „Dann kann aus allen Richtungen auf Radwegen von Salzwedel zum Märchenpark gefahren werden“, schilderte Manfred Krüger die Gedanken hinter den Planungen. Diese stützen sich sowohl auf die Anforderungen der einheimischen Benutzer wie auch auf die der Touristen.

Allerdings steht auch dort noch ein Planfesstellungsverfahren bevor, dass die Grundstücksverkäufe regeln muss. „Denn einvernehmlich klappt es nicht“, haben Krügers Mitarbeiter im Vorfeld bereits feststellen müssen. „Das Verfahren dauert im Schnitt drei Jahre lang“, weiß der LSBB-Chef aus Erfahrung. Zusammengefasst sagte er: „Warthe-Kreisel-Kuhfelde kurzfristig, Sienau-Warte-Kreisel mittelfristig und Kuhfelde-Rohrberg langfristig.“

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