Junge (7) ausgesetzt: PVGS spricht von „mehrfachen verantwortungslosen Handlungen“

Busfahrerin entschuldigt sich

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Salzwedel. Nach dem Aussetzen eines siebenjährigen Jungen haben sich gestern die Personenverkehrsgesellschaft (PVGS) und die verantwortliche Busfahrerin bei dem Jungen und seinen Eltern entschuldigt.

Die Betroffene bedauere ihr Verhalten zutiefst, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme. Die Fahrerin habe „mehrfache verantwortungslose Handlungen bei dieser Linienfahrt ausgeführt“. Der Vorfall ereignete sich am 6. November. Der siebenjährige Junge musste auf der Heimfahrt von der Schule in der Ortschaft Umfelde aussteigen, dort wartete seine Mutter auf ihn. Doch die 51-jährige Busfahrerin fuhr diese Haltestelle im Ort nicht an. Sie ließ eine Schülerin stattdessen am Ortsrand aussteigen, obwohl sich dort keine Haltestelle befindet. Dann fuhr sie eine Abkürzung, statt wie im Fahrplan vorgesehen die Haltestelle in Umfelde anzufahren – offenbar hatte sie nicht bemerkt, dass der Siebenjährige noch im Bus saß. Der Junge machte sich bemerkbar und musste dann ebenfalls am Ortsrand aussteigen, rund 300 Meter vom Elternhaus entfernt. Auch dort befindet sich keine Haltestelle. Beide Schüler hatten dann auf ihrem Fußweg noch die Straße zu überqueren, „was aus unserer Sicht verantwortungslos ist“, betont die PVGS. Die 51-Jährige sei selbst Mutter und fahre seit zehn Jahren im Linienverkehr für einen Subunternehmer im Auftrag der PVGS, heißt es in der Stellungnahme weiter. Auch das private Partnerunternehmen habe sich entschuldigt. Die Beschwerde über einen zweiten Vorfall, bei dem ein Umsteigen in Dähre nicht klappte, sei dagegen unbegründet, so die PVGS – man müsse davon ausgehen, dass der Fahrplan bekannt sei.

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