Schwierige Bergung: Propangas-Tanker steht wieder auf eigenen Rädern

+
Mit Hebekissen und einem Kran wurde der tonnenschwere havarierte Tanklaster wieder aufgerichtet.

hob Ritzleben / Pretzier. Erst gegen 16.15 Uhr begann gestern das Abpumpen des Propangases aus dem verunfallten Laster zwischen Ritzleben und Pretzier.

(Update vom 13. April, 14.30 Uhr): Der Lkw steht mittlerweile wieder auf eigenen Rädern und wurde laut Einsatzleiter Christian Steger ohne Zwischenfälle aufgestellt. Es stellte sich heraus, dass die Amaturen nicht beschädigt wurden, somit bestand für die Einsatzkräfte vor Ort keine aktute Gefahr durch austretendes Gas. Im Verlauf des nachmittags wird der Tanklaster wieder auf die Straße gezogen, ausgepumpt und mit Stickstoff gespült. Anschließend soll der Lkw auf den betriebshof des Bergungsunternehmens gebracht werden, damit die Polizei ihn beschlagnahmen und erste Untersuchungen durchführen kann. Christian Steger, der Leitsachverständiger vom Flüssiggassicherheitsdienst ist, ist optimistisch, dass die Straße heute abend wieder freigegeben werden kann. (mf)

(Update vom 13. April, 12.30 Uhr): Der Kran einer Spezialfirma ist vor Ort beim havarierten Tanklaster und versucht diesen aufzurichten. (mdk)

Der von einem 33-Jährigen gelenkte Scania war am Montag kurz vor 17 Uhr auf das Bankett neben der Straße gekommen, eingesackt und umgekippt. Der polnische Fahrer – offenbar ist er krank, wurde ins Krankenhaus gebracht (wir berichteten). Die B 190 blieb über Nacht gesperrt. Ein Kran zum Aufrichten des Lkw konnte nicht eingesetzt werden, da der Tank unter Druck steht. Dieser fasst 22.000 Liter Propangas und ist zu 80 Prozent gefüllt.

Zudem war der Truck auf die rechte Seite gekippt, auf der sich die Füllstutzen befinden. So dauerte es lange, bis in Schleswig-Holstein eine Spezialfirma gefunden wurde, die sich an das schwierige Unternehmen herantraute. Erneut wurden die Salzwedeler und Pretzierer Feuerwehren gestern um 13.27 Uhr alarmiert. Sie rückten aus, um das Umpumpen des explosiven Gases, das um 16.15 Uhr begann, in ein anderes Tankfahrzeug abzusichern. Ein Kran soll dann den Havaristen wieder auf die Räder stellen.

Schwierige Bergung: Unfall mit Gefahrengut-Lkw im Altmarkkreis

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare