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„Posermeilen“-Prozess: Geldstrafe für den GTI-Fahrer

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Von: Jens Heymann

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Der wegen fahrlässiger Körperverletzung und anschließender Fahrerflucht angeklagte 26-jährige VW-GTI-Fahrer (wir berichteten) ist am Mittwoch zu einer Gesamtgeldstrafe von 2100 Euro verurteilt worden. Außerdem sprach das Salzwedeler Amtsgericht eine Führerscheinsperre von acht Monaten aus. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig.

Salzwedel – Zur Erinnerung: Der Beschuldigte soll im Februar vergangenen Jahres auf der Neuperverstraße in Salzwedel, im Lokaljargon als „Posermeile“ bekannt, einen Fußgänger auf Höhe der Kreuzung Reichestraße angefahren haben. Zwar kehrte er später an den Unfallort zurück, fuhr jedoch – so lautete die Anklage – vor dem Eintreffen der Polizei davon.

Am zweiten Verhandlungstag sagte nun auch die damalige Beifahrerin des 26-Jährigen aus. Obwohl sie eine Menge erzählte, konnte sie die Vorwürfe gegen den Angeklagten letztendlich nicht entkräften.

Der Beschuldigte wehrte sich insbesondere gegen die ihm zur Last gelegte Fahrerflucht. Bereits in der ersten Gerichtsrunde hatte er argumentiert, aus dem Umfeld des Angefahrenen ein Signal zum Wegfahren erhalten zu haben.

Die vom Gericht verhängten Geldstrafen lauten 30 Tagessätze zu je 35 Euro für die fahrlässige Körperverletzung und 40 Tagessätze zu je 35 Euro für die Fahrerflucht. Die Summe wurde allerdings auf 60 Tagessätze reduziert.

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