Bundesweite Aktion: Hauptaugenmerk liegt im Altmarkkreis auf Gymnasien

Polizei will Aufmerksamkeit von Kraftfahrern erhöhen

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Im Vorfeld des Aktionstages wurden Hinweise im Altmarkkreis angebracht. Regionalbereichsbeamtin Katy Lösche ist mit einem Banner vor der Perver-Grundschule in Salzwedel zu sehen.

Altmarkkreis. Wer sich im Straßenverkehr ablenken lässt, lebt gefährlich. Darauf weist die Polizei hin und will mit der bundesweiten Aktion „sicher. mobil. leben“ am morgigen Donnerstag, 20. September, für das Thema besonders sensibilisieren.

„Ablenkung verringert die Aufmerksamkeit und verlängert die Reaktionszeit“, heißt es dazu in einer Presseerklärung. Laut internationalen Studien könnten dadurch mehr als die Hälfte aller Verkehrsunfälle verursacht werden.

Die Salzwedeler Polizei beteiligt sich an der morgigen Aktion. „Wir werden morgens besonders an den Gymnasien Salzwedel, Gardelegen und Beetzendorf kontrollieren“, erklärte Heiko Timme auf Nachfrage der Altmark-Zeitung. Der Kriminalrat verweist auf weitere Aktionen. In der Salzwedeler Innenstadt wird mit Flyern informiert. Zudem sind Bildungsstätten ab 9.30 Uhr zum Rathausturmplatz eingeladen. Die Schüler bekommen dort Hinweise.

Ziel der gesamten Aktion: Auto- und Motorradfahrer, aber auch Radfahrer und Fußgänger, auf die Gefahren durch das Ablenken aufmerksam zu machen. Dies geschieht mit präventiven Maßnahmen. Es gilt das Gefahrenbewusstsein in der Bevölkerung zu schärfen. Die Polizei informierte im Vorfeld zudem über weitere Hintergrunddaten, die auch bundesweit erfasst wurden (siehe Infokasten).

Demnach benutzen etwa die Hälfte aller Autofahrer das Mobiltelefon während der Fahrt ohne Freisprecheinrichtung. Jeder sechste Autofahrer verfasst Textnachrichten, bei jüngeren Verkehrsteilnehmern ist diese Zahl noch höher. So gaben bei einer Befragung in Deutschland 15 Prozent aller Mobiltelefonnutzer an, während der Fahrt zu schreiben. 25 Prozent lesen Nachrichten am Steuer. Noch höher sind die Zahlen beim Bedienen von Navigationsgeräten. 26 Prozent aller Befragten lassen sich dadurch ablenken. Zu gefährlichen Situationen kann es aber nicht nur kommen, wenn Kraftfahrer abgelenkt werden. Dieses Risiko besteht auch bei Radlern und Fußgängern.

Von Christian Ziems

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