Autos und Rehe stoßen am häufigsten zusammen

Polizei Salzwedel hat Wildunfälle 2020 ausgewertet

Dieses Tier lag Ende Mai 2021 tot an der Bundesstraße 190 zwischen Binde und Kläden.
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Dieses Tier lag Ende Mai tot an der Bundesstraße 190 zwischen Binde und Kläden. Es wird allerdings erst in die nächste Wildunfallstatistik der Polizei einfließen.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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Fast jeden Tag passieren sie – die Unfälle mit Beteiligung von Wild. Meistens entsteht auf Autoseite lediglich Blechschaden; für die Tiere geht es häufig nicht so glimpflich aus.

Salzwedel – Die Polizei in Salzwedel schaut sich diese Wildunfälle jedes Jahr genau an und errechnet daraus Trends. Für 2020 liegen diese Zahlen vor.

Im ganzen Altmarkkreis hat es im vergangenen Jahr 1371-mal gekracht. Weniger als im Jahr davor, aber immer noch deutlich über dem Durchschnitt der zurückliegenden zehn Jahre, der bei etwa 1200 Vorfällen liegt.

Sehr häufig sind Rehe involviert. Mit knapp 1100 Beteiligungen machen sie den Großteil des Unfallgeschehens aus. Andere Tiere wie etwa Wildschweine, Hasen und Füchse spielen eine mehr und mehr geringere Rolle.

Umgekehrt sind auf Menschenseite fast immer Pkw betroffen (knapp 1300). Nur selten kommt es etwa zu Unfällen mit Lkw (74), Bussen (fünf) oder Motorzweirädern (sechs). 69 Fahrzeuge waren im Jahr 2020 nach einem Wildunfall übrigens nicht mehr fahrbereit. Zehn Menschen wurden verletzt. Von den 1371 Unfällen geschahen 31 innerhalb von geschlossenen Ortschaften.

Die Polizei in Salzwedel hat die Daten außerdem dazu genutzt, die Wildunfälle mit Jahres- und Tageszeiten in Verbindung zu bringen. So ist es wenig überraschend, dass viele Unfälle in den Morgen- und Abendstunden, also zum Sonnenauf- bzw. -untergang, passieren. Diese Zeiten gelten gemeinhin als besonders aktive Phase in der Tierwelt. Relativ sicher sind die Straßen hingegen um die Mittagszeit.

Dass es am Wochenende weniger häufig kracht, dürfte jedoch eher am Menschen liegen. Dann sind nämlich weniger Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs.

Wer den Eindruck hat, jetzt im Sommer ist besonders viel Wild unterwegs, täuscht sich nicht. Laut Polizeidaten gab es 2020 besonders zwischen Mai und Oktober viele Unfälle.

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