Salzwedel will Investoren Katalog mit möglichen Flächen für Photovoltaikanlagen präsentieren

Mögliche Plätze zum Einfangen der Sonne: Photovoltaikanlagen für Salzwedel

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Ein möglicher Standort für eine Photovoltaikanlage ist die Deponie Cheine. Die Fläche ist auf Grund ihrer Größe intéressant, auch wenn die Deponie noch lange in Betrieb ist.

Salzwedel. Es nennt sich „gesamträumliches Konzept zu Photovoltaikfreiflächenstandorten der HansestadtSalzwedel“, das in den Ortschaften Seebenau, Chüden, Osterwohle, Henningen, Dambeck und Brietz diskutiert werden soll.

Der Ortschaftsrat Seebenau wollte gestern, an einem Sonntag, in Cheine den Anfang machen.

Es geht darum, eine Arbeitsgrundlage zu schaffen, um Anfragen und Anträge von potentiellen Investoren sachgerecht bewerten zu können und eventuell Alternativstandorte anzubieten. Die im Infokasten rechts genannten Potentialflächen seien nach Untersuchung des Stadtgebietes und nach Beteiligung der Behörden und Auswertung entsprechender Stellungnahmen grundsätzlich geeignete Standorte. Doch dabei ist zu beachten, dass Photoltaikfreiflächen nicht zu den privilegierten Anlagen im Außenbereich gehören – es muss auf jeden Fall ein Bebauungsplan vor Nutzung einer Fläche aufgestellt werden. Deshalb gibt es keine Garantie auf eine Vergabe einer entsprechenden Fläche. Es bleibe eine Entscheidung der Stadt, ob die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden.

In den Landesentwicklungsplanungen heißt es generell, dass derartige Anlagen große Flächen bedürfen und deshalb ihre Wirkung auf das Landschaftbild, den Naturhaushalt und „die baubedingte Störung des Bodenhaushaltes“ zu prüfen ist.

Jede Fläche, die derzeit als mögliche Fläche für derartige Anlagen dienen soll, ist in der Bewertung verschieden. Da geht es zum einen um artenschutzrechtliche Dinge wie am Fuchsberg und heute sei schon klar, dass Ausgleichsmaßnahmen in Größenordnungen zu erwarten sind. Andererseits sind Flächen ausgewiesen, in denen sich Feldstationen (Erdgas) befinden, die möglicherweise noch minedestens zehn Jahre in Betrieb sind. So bei der Fläche östlich von Wistedt. Oder man braucht als Investor einen langen Atem. Wie im Fall südlich von Cheine, wo es sich um die Zentraldeponie handelt – und die Fläche nur aufgrund ihrer Größe erst einmal in den Katalog mit aufgenommen werden soll. Im weiteren Ranking ergeben sich weitere Flächen, bei denen es sich aber um aktuell landwirtschaftliche Flächen handelt und diese nur als Angebotsflächen für Freiflächenphotovoltaik zuzuordnen sind, wenn es keine anderen Möglichkeiten mehr gibt. Doch davon gehe man aktuell nicht aus. Gesamtfläche dieser Flächen: 181,9 Hektar.

Von Harry Güssefeld

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