Sonnenheiße Debatte

Photovoltaikpläne in Klein Gartz erzürnen die Gemüter

+
(Symbolfoto)

Klein Gartz. „Ich habe die Bedenken nach wie vor“ – für Thomas Seifert und andere Klein Gartzer, die gegen das Errichten einer Photovoltaik-anlage entlang der dortigen Bahnstrecke sind, hat auch die Infoveranstaltung am Donnerstagabend im Dorfgemeinschaftshaus kein Umdenken bewirkt.

Stattdessen zeigte sich ein deutlicher Riss in der Dorfgemeinschaft zwischen Befürwortern und Gegnern.

„Für das Dorf stellt die Anlage keine Belastung dar“, argumentierte Joachim Schulz, Ortschaftsratsmitglied und einer der Flächenbesitzer an der Bahnlinie. Einzig der Bodenwert spräche dagegen, erklärte er vor den Anwesenden.

Joachim Schulz ist für die geplante Photovoltaikanlage, Thomas Seifert dagegen. Beide brachten Argumente. Fotos: J. Heymann

Der Investor, die Leipziger Firma Green Energy 3000, war durch Pascal Sacher und Philipp Riesmeyer vertreten. Sacher erläuterte den Einwohnern das Solarprojekt, und Riesmeyer brachte ihnen eine Beteiligung in Form einer Genossenschaft nahe. Doch beide wurden immer wieder von Anlagengegnern unterbrochen, so dass Gastgeber Hermann Meyer, gleichzeitig Klein Gartz´ Ortsbürgermeister, zu Sachlichkeit und Ruhe mahnen musste. „Besteht überhaupt Interesse daran, den Vortrag weiterzuführen?“, fragte ein ernüchterter Philipp Riesmeyer.

Thomas Seifert dagegen. Beide brachten Argumente.

Salzwedels Bauamtschefin Martyna Hartwich stellte klar, dass Ende Mai im Stadtrat nur über eine grundsätzliche Willensbekundung abgestimmt wird. Ob und wann die Photovoltaikanlage gebaut werde, hänge von vielen Auflagen ab. Die Vertreter von Verwaltung und Stadtrat bezweifelten außerdem, ob der von Pascal Sacher vorgestellte Zeitplan, nachdem im Sommer 2016 errichtet werden könnte, realistisch sei.

Mehr zu dem Thema steht heute in der gedruckten sowie auch in der digitalen Ausgabe.

 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare