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Photovoltaikanlage auf Salzwedeler Fuchsberg soll Zuwachs bekommen

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Von: Armon Böhm

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Solarpark
Bereits seit 2015 liefert die Photovoltaikanlage auf dem Fuchsberg in Salzwedel Sonnenenergie. Zwei geplante Erweiterungen des bestehenden Flächennutzungsplans sollen nun den Ertrag der Anlage mehr als verdreifachen. © Reuter, Christian

Die seit 2015 auf dem Salzwedeler Fuchsberg bestehende Photovoltaikanlage soll erweitert werden. Dadurch soll sich der Ertrag der Anlage mehr als verdreifachen. Projektinvestor ist ein Solarunternehmen aus Hamburg.

Salzwedel – Der Salzwedeler Hauptausschuss traf sich am Mittwoch zu einer weiteren Sitzung im Kulturhaus. Dabei kam es bei fast allen Punkten auf der Tagesordnung zu einer einstimmigen Beschlussempfehlung für den Stadtrat. Darunter befand sich auch ein Beschluss über den Entwurf und die Auslegung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 17 „Photovoltaik Fuchsberg 2“ sowie ein Beschluss über den Entwurf und die Auslegung der ersten Änderung des aktuell auf dem Fuchsberg bestehenden Flächennutzungsplans.

„Die Hansestadt Salzwedel möchte einen Beitrag zum erforderlichen Ausbau der erneuerbaren Energien leisten“, heißt es zu Beginn der Beschlussbegründung. Daher habe der Stadtrat am 1. Juli 2020 die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans zur Erweiterung des bestehenden Solarparks auf dem Fuchsberg in Richtung Norden und Süden beschlossen (AZ berichtete). Der Hauptausschuss gab nun einstimmig seine Beschlussempfehlung für den fertigen Plan samt Umweltbericht und Maßnahmenkonzept zum Artenschutz. Der zweite Beschluss diente zudem der Erweiterung des nördlichen Flächennutzungsplans.

Bebauungspläne für den Fuchsberg
Die neuen Teilgebiete eins und zwei bestehen teils aus Kiesabbau- und Grünflächen. © © 2021 GeoBasis-DE / LVermGeo L SA

Bereits 2012 wurde das Bauprojekt auf dem Fuchsberg beschlossen und seit 2015 liefert die fertige Anlage Strom aus Sonnenenergie. Rund 120 000 Quadratmeter umfasst die bisherige Photovoltaikanlage, die etwa 7,5 Megawatt Sonnenstrom liefert. In Zukunft soll sich dies mehr als verdreifachen. Etwa 153 000 Quadratmeter umfasst allein das erste Teilgebiet im Norden und weitere 94 000 Quadratmeter das zweite Teilgebiet im Süden. Laut Bebauungsplan bestehe das erste Teilgebiet überwiegend aus Kiesabbau- und Waldflächen und das zweite Teilgebiet aus Grünland sowie aus vereinzelten versiegelten Flächen. In der Vergangenheit wurde das Gebiet der Anlage als Fliegerhorst genutzt.

Vorhabensträger der Bebauungen ist die Enerpark Solar Invest 152 GmbH mit Sitz in Hamburg. Ein Vorvertrag dazu wurde bereits im Oktober 2020 abgeschlossen, doch schon bald könne die Firma wohl loslegen.

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