Kreis lässt Förderschule energetisch auf Vordermann bringen

Pestalozzi-Schule Salzwedel: Abbruch beginnt

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Auf dem Gelände der Förderschule „Pestalozzi“ stehen mehrere Gebäude, die zum Teil miteinander verbunden sind. In den Objekten soll künftig weniger Energie verbraucht werden.

Salzwedel – Es wurde viel diskutiert und geplant, nun rückt die praktische Umsetzung in den Vordergrund: Fachleute sollen sich ab April zunächst mit dem eigentlichen Unterrichtsgebäude der Förderschule Pestalozzi beschäftigen.

Dieses gilt es energetisch zu sanieren, während im Rahmen eines anderen Vorhabens die Turnhalle neu gebaut wird. In beiden Fällen kümmert sich der Altmarkkreis Salzwedel, der Eigentümer der Bildungsstätte ist.

Im Schulgebäude, das Erhalten bleibt, stehen trotzdem Abbrucharbeiten an. Bis Mitte Juli sollen unter anderem Türschwellen, PVC-Bodenbelag, Betonpodeste, alte Tapete, Fachwerkträger, Deckenstützen, Heizkörper, Wandfliesen und eine 14-stufige Fluchtleiter weg. Nicht alles landet aber auf dem Müll. Feuerlöscher, Schultafeln und Garderoben werden wieder verwendet. Während der Bauphase gilt es, diese einzulagern. Der aktuellen Ausschreibung ist zudem zu entnehmen, dass der Vorbau am Eingang, Kellerabgang und eine Zugangstreppe ebenfalls ersetzt werden. Zudem sind Wandabbrüche (145 Quadratmeter) nötig.

Rohrbauarbeiten sollen ebenfalls im April beginnen. Zunächst muss ein 220 Meter langer Bauzaun um das Gebäude aufgestellt werden. Eine Staubschutzwand soll dafür sorgen, dass Nachbargrundstücke nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Außenwände bekommen im Zuge des umfangreichen Projektes eine Abdichtung mit Feuchtigkeitssperre. Ziel ist es, künftig Energie zu sparen. Auch die Fundamente werden instandgesetzt. Diese müssen vorher freigebuddelt werden. Mauerarbeiten sind an mehreren Stellen des Gebäudes aus DDR-Zeiten nötig.

Die bislang veröffentlichten Ausschreibungen umfassen einen Teil des Gesamtprojektes. In die Förderschule an der Salzwedeler Amtsstraße fließen knapp 2,8 Millionen Euro. 1,4 Millionen Euro kommen vom Ministerium für Finanzen. Das Geld stammt aus Töpfen des Landes und der Europäischen Union. Im Schulgebäude, dem angrenzendem Wohnheim und der Mensa werden alle Fenster sowie Türen erneuert. Neben der Fassade wird auch das Dach gedämmt. Die Heizungsanlage steht ebenfalls auf der Bauliste. Für den Eingangsbereich des Komplexes sind eine Rollstuhlhebebühne sowie ein Rollstuhltreppenlift vorgesehen. Die vorhandene Brandmeldetechnik muss zudem auf den neusten Stand gebracht werden.

Hinzu kommt auf dem Gelände der Neubau einer Sporthalle. Diese ersetzt das vorhandene Objekt aus dem Jahr 1980. Die Turnhalle wird auch von der nahen Förderschule „Unterm Regenbogen“ genutzt.

VON CHRISTIAN ZIEMS 

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