Symbolische Castorübergabe an ehemaliger Grenze / Kreisverband soll entstehen

Parteigründung bewusst in Salzwedel

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Der neue Landesvorstand der Partei „Die Partei“. Zweiter Vorsitzender wurde Moritz Behrendt (2.v.r.) aus Klötze.

bg Salzwedel. „Wir haben ganz bewusst Salzwedel, diesen historischen Ort und die Stadt des Baumkuchens, ausgesucht, um hier unseren Landesverband zu gründen“, erklärte Robin May. Am Sonnabendabend gründetete sich der Landesverband der Satirepartei „Die Partei“.

Vorher, bereits am Nachmittag, machten die Parteimitglieder mit einer Aktion unter dem Motto „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen – Außer uns“ zwischen Hoyersburg und Lübbow auf sich aufmerksam. An der ehemaligen Grenze übergaben Parteimitglieder aus Magdeburg und Halle einen symbolischen Castor-Transporter, gefüllt mit Ausgaben einer Boulevard-Zeitung, an eine Delegation aus Niedersachsen. Aus Uelzen und Wolfsburg waren Mitglieder nach Salzwedel gereist, um bei der Verbandsgründung dabei zu sein.

Parteimitglieder aus Sachsen-Anhalt übergaben einen symbolischen Castor-Transporter an eine niedersächsische Delegation.

Als „letzter weißer Fleck auf der Karte“ wurde Sachsen-Anhalt bezeichnet. Es ist das letzte Bundesland, in dem es bisher noch keinen Landesverband gab. „Wir haben die Gründung hier etwas verschlafen, wir sind ja schließlich im Land der Frühaufsteher“, erklärte Landesvorstandsmitglied Robin May. Vorsitzender wurde Martin Bochmann aus Halle, als sein Stellvertreter wurde Moritz Behrendt aus Klötze gewählt. Wahlleiter war der Vizevorsitzende des Bundesverbandes, Peter Mendelsohn, der bekannt gab, dass der Landesverband 151 Mitglieder zähle.

Das geplante Vorhaben, einen Kreisverband zu gründen, konnte nicht umgesetzt werden. „Dazu müssten mindestens drei Parteimitglieder anwesend sein, der dritte ist im Krankenhaus“, erklärte Moritz Behrendt. Die Gründung werde schnellstmöglich nachgeholt, versicherte der Klötzer.

Die „Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative“ wurde 2004 von Redakteuren des Satiremagazins „Titanic“ gegründet und erreichte bei den Europawahlen im Mai ein Mandat im Europaparlament.

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