Stadt hält trotz Sparliste am Ausbau fest

Pagenbergstraße: Es wird ernst

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Die große Pagenbergstraße ist von Grund auf marode und soll ausgebaut werden. Dabei bekommt die Kommune Unterstützung vom Altmarkkreis.

Salzwedel. Wenn Ausschüsse und Stadtrat grünes Licht geben, kann der Ausbau der Großen Pagenbergstraße doch noch in diesem Jahr beginnen. Das Projekt stand zunächst wegen des Haushaltslochs auf einer Streichliste (AZ berichtete).

Doch der Kreis greift der klammen Kommune unter die Arme. Die Förderung wird auf 90 Prozent aufgestockt. Dies ist möglich, da der Ausbau des Bundesfeldweges bei Ritze wegen Problemen beim Kauf von benötigten Grundstücken auf 2016 verschoben wurde.

Wie aus der Stadtverwaltung gestern zu erfahren war, nimmt die Einheitsgemeinde das Angebot des Altmarkkreises dankend an. Dies bezieht sich aber nur auf den kommunalen Anteil. Die Anlieger müssen, wie bereits während der Versammlung Anfang August deutlich gemacht wurde, ihren Beitrag weiter leisten. Der Straßenausbau ist mit 1,1 Millionen Euro das größte Salzwedeler Projekt 2015. Verkehrs- und Bauausschuss beschäftigen sich in der kommenden Woche mit dem nötigen Beschluss. Darin sind zwei Teilbereiche aufgeführt. Der erste erstreckt sich von der Karl-Marx-Straße bis zur Kleinen Pagenbergstraße (305 Meter). Dort soll die Asphaltfahrbahn 5,50 Meter und der Gehweg 2,75 Meter breit werden. Von der Kleinen Pagenbergstraße bis zum Nordbockhorn (115 Meter) variiert die Fahrbahnbreite zwischen 3,5 und drei Meter. Ähnlich ist es beim Gehweg. Passanten haben nach dem Ausbau zwischen 2,62 und 1,5 Meter zur Verfügung.

Ob es beim zweiten großen Straßenausbau noch in diesem Jahr losgeht, bleibt offen. Bei der Wollweberstraße läuft immer noch die Planungsphase. Diese Maßnahme sollte laut Vorschlag der Verwaltung ebenfalls verschoben werden, um das Haushaltsloch zumindest zu minimieren.

Ein weiteres Verkehrsthema bringt die CDU zur Sprache. Die Fraktion schlägt vor, den Markt- künftig als Parkplatz zu benutzen. Dieser Bereich am Bürgercenter werde an rund 300 Tagen im Jahr nicht genutzt. Mit der neuen Parkmöglichkeit sollen die Innenstadt und die dortigen Geschäfte belebt werden.

Von Christian Ziems

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