Lange gewartet, nun geredet

Nutzungsvertrag könnte Grundlage für Waldbad-Zukunft sein

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Das Waldbad Liesten ist derzeit geschlossen. Dies zu ändern, ist das Ziel des dortigen Vereins. Nach mehrmonatiger Wartezeit hat es ein fruchtendes Arbeitsgespräch mit der Stadtverwaltung gegeben.

Liesten – Dass das Liestener Waldbad seit zwei Jahren geschlossen ist, diene ihm nicht. Darüber sind sich die Vereinsmitglieder mit ihrem Vorsitzenden Andreas Weigelt einig.

Dennoch dauerte es ein gutes Vierteljahr, bis der seit Ende Mai angestrebte Runde Tisch mit Verwaltung und Politik nun in die Tat umgesetzt werden konnte. Zwischenzeitliche Gespräche mit Abgeordneten hätten den Liestenern immerhin Gehör verschafft; etwas, was es vorher in der Stadt nicht gegeben haben soll.

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Waldbadverein der Stadt den Entwurf für einen Nutzungsvertrag vorgelegt – und laut Weigelt bis zum kürzlichen Arbeitsgespräch keinerlei Resonanz erhalten. Nun wissen sie: Ein solcher Nutzungsvertrag hat gute Chancen, die Basis der künftigen Zusammenarbeit zu bilden. Dazu soll der Vertrag jedoch neu erstellt werden, weil die Verwaltung an einigen Paragrafen etwas auszusetzen gehabt habe, lässt Weigelt durchblicken. Ferner würden er und die anderen nun auf eine Aussage warten, wie die ersehnte Sanierung umgesetzt werden könnte. Eines stehe aber fest: „Die Stadt bleibt Eigentümerin; der Verein nutzt das Bad“, so der Liestener. Die Anlage übernehmen – „das können wir nicht“.

Andreas Weigelt und Ortsbürgermeister Ulrich Keitel blicken optimistisch auf die weitere Zusammenarbeit mit der Stadt. „Beide Parteien wollen an einem Strang ziehen“, meint Weigelt. Ulrich Keitel ergänzt: „Bürgermeisterin Sabine Blümel hat sich für den Erhalt des Waldbades ausgesprochen.“ Er hätte mit ihr so viel im Vorfeld telefoniert, dass er sich manchmal fragte, ob er eigentlich noch ehrenamtlich tätig sei.

Die nun aktuelle Sanierungssumme von rund 600.000 Euro nennt unterdessen CDU-Fraktionschef Peter Fernitz als „relativ bescheiden“, angesichts von 180.000 Euro, die bereits in den Rücklagen steckten. „Wir haben an dem Abend viel erreicht“, so Fernitz.

VON JENS HEYMANN

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