Besinnliche und ruhige Tage – nicht für Mediziner

Ärztekammer appelliert an Altmärker: Notaufnahme nur für echte Notfälle

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Erhöhter Blutdruck führt während der anstehenden Feiertage oft dazu, dass Ärzte kontaktiert werden.

Altmark – „Besinnliche und ruhige Tage stehen an. Doch nicht so für Ärzte und medizinisches Personal in den Notaufnahmen und Notdienstpraxen des Landes“, informiert die Ärztekammer Sachsen-Anhalt.

Da an den Feiertagen und über den Jahreswechsel viele Praxen geschlossen sind, wachse der Druck. Denn die Notdienste seien überdurchschnittlich gefordert. Es wird mit der doppelten Arbeit gerechnet. Darum appelliert die Ärztekammer auch an die Altmärker, dass die Hilfe nur bei echten Notfällen in Anspruch genommen werden sollte. Nur so können die Kapazitäten für die akuten Fälle gewährleistet werden. Um die richtige Hilfe zu bekommen, ist es ratsam, zuerst den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Tel. 116117) zu kontaktieren. Bei lebensbedrohlichen Erkrankungen ist weiter der Notdienst (Tel. 112) zu verständigen. Die Erfahrung der Mediziner zeigt: In den Tagen nach Weihnachten haben viele Menschen unter anderem mit erhöhten Blutdruck und Gallenbeschwerden zu kämpfen. Möglich sind auch allergische Reaktionen, hervorgerufen durch Inhaltsstoffe in den Weihnachtsleckereien. „Vor und zu den Feiertagen kann jeder Einzelne mit gesundheitsbewussten Verhalten einem Arztbesuch vorbeugen“, erklärt Kammerpräsidentin Dr. Simone Heinemann-Meerz. Auch Brandwunden gehören zu den Problempunkten, die während des Jahreswechsels besonders häufig auftreten. „Der teilweise leichtsinnige und unsachgemäße Umgang mit Kerzen und Feuerwerkskörpern führt leider zahlreiche Patienten in unsere Wartezimmer“, so Dr. Simone Heinemann-Meerz. cz

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