Verkehr von beiden Seiten

Nordbockhorn in Salzwedel: Freie Fraktion will Einbahnstraße, andere nicht

Auf dem Nordbockhorn in Salzwedel kommt es häufig zu Stausituationen. Mit den parkenden Autos ist die Fahrbahn für Begegnungsverkehr zu schmal. Die Freie Fraktion will deswegen eine Einbahnstraße durchsetzen.
+
Auf dem Nordbockhorn in Salzwedel kommt es häufig zu Stausituationen. Mit den parkenden Autos ist die Fahrbahn für Begegnungsverkehr zu schmal. Die Freie Fraktion will deswegen eine Einbahnstraße durchsetzen.

Salzwedel – In den vergangenen Tagen hat Salzwedels ehemalige Oberbürgermeisterin Sabine Danicke vehement für das Umwandeln des Nordbockhorns in eine Einbahnstraße – aus Richtung Südbock bis zur Kreuzung Schäferstegel – argumentiert und dennoch nichts erreichen können.

Die Mehrzahl der Stadträte, sowohl im Bau- als auch im Hauptausschuss, sowie die Stadtverwaltung wollen die innerstädtische Straße für beide Fahrtrichtungen offenhalten. .

Danickes Argument und das der Freien Fraktion, zu der sie gehört, waren die beengten Verhältnisse, wenn es zum Begegnungsverkehr kommt. Für Kraftfahrer und Anwohner, die nicht viel Platz hätten. In der Straße stehen meist viele parkende Autos.

Eine Einbahnstraße hätte zur Folge, dass der Verkehr andere Straßen verstopfen würde, konterten Gegner des Einbahnstraßenvorschlags. Und auch die Polizei winkte in Form von Verkehrsexperte Peter Klahs ab: „Ich halte es nicht für gesetzlich anordbar. Wir haben im Nordbockhorn keine Unfalllage.“ Überhöhte Geschwindigkeit sei ebenfalls nicht feststellbar gewesen. „Bei einer Überprüfung der Einbahnstraße würden wir auf die Nase fallen“, so das Fazit von Peter Klahs. Hohe rechtliche Hürden erwähnte auch Bürgeramtsleiter Andreas Hensel. Die von der Freien Fraktion angeführte angespannte Parksituation könne er nicht nachvollziehen.

Doch Sabine Danicke, die in diesem Stadtteil wohnt, gab sich in beiden Versammlungen hartnäckig. „Ich erlebe das jeden Tag. Ich kann mir ein Urteil erlauben.“ Als der Widerstand bestehen blieb, fuhr sie noch andere Geschütze auf: „Dann will ich aber auch wissen, was bei der Neuperverstraße anders ist?“

Half alles nichts: Bau- und Hauptausschuss sagten Nein zur Einbahnstraße. Nun bleibt noch der Stadtrat.´VON JENS HEYMANN

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare