Zukunft der Kollwitz-Halle offen / Neubau nur für Schulsport

Norbert Hundt: „Das überfordert die Stadt“

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Ob sich die Türen der Käthe-Kollwitz-Turnhalle bald für immer schließen, ist offen. Nach derzeitigen Stand dürfen die Vereine aber nicht in den Neubau hinter dem Jahn-Gymnasium.

Salzwedel. Was wird aus der Kollwitz-Halle? – diese Frage löste im Kreisbauausschuss Diskussionen aus. Die Kommunalpolitiker machen sich vor allem Sorgen um die Vereine, die derzeit noch die Kollwitz-Halle nutzen.

Damit könnte nach dem Neubau hinter dem Jahn-Gymnasium Schluss sein. Dann wird der Altmarkkreis den Betrieb der alten Halle einstellen, da die Gymnasiasten dort nicht mehr hin müssen. Das eigentliche Probleme ist aber eine Förderrichtlinie des Landes. Demnach darf in dem 2,9 Millionen teuren Bau, der ab Mai entstehen soll, nur Schulsport betrieben werden. Konsequenz: Die Vereine können nicht so einfach aus der Kollwitz-Halle umziehen. Dies brachte Hans-Jörg Krause (Die Linke und seit 1990 Landtagsabgeordneter) auf die Palme: „. Wer schreibt denn solche Richtlinien? Dass eine Halle ab 17 Uhr brach liegt, kann man sich nicht leisten. “ Norbert Hundt (SPD) ist der Ansicht: „Das überfordert die Stadt. “ Denn die Vereine müssen dann in andere Hallen ausweichen. Ob dafür genügend Platz vorhanden ist, blieb offen.

Fakt ist, dass sich der Kreis aus dem Betrieb der Kollwitz-Halle zurückzieht. Das Gebäude wird aber nicht abgerissen. Somit besteht zumindestens theoretisch die Möglichkeit, dass ein Betrieb weiter machbar ist, wenn jemand die Kosten übernimmt. Norbert Hundt fiel dazu spontan die Jeetze-Schule ein, die keine eigene Turnhalle hat. Allerdings ist der Betrieb keine leichte Aufgabe. Denn die Dämmung ist unzureichend. Laut Kreisbauamtsleiter Klaus-Dieter Wolff würde eine Sanierung weit teurer werden als der nun vorgesehene Neubau. Dieser soll 45 Meter lang und 30 Meter breit werden.

Die begonnene Diskussion um die Zukunft der Salzwedeler Kollwitz-Halle wird in nächster Zeit fortgesetzt. Die Mitglieder des Kreisbauausschusses waren sich am Dienstag einig, dass sich der Sportausschuss damit beschäftigen sollte.

Von Christian Ziems

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