Arbeiten am Dambecker Kloster dauern bis Frühjahr 2018 / Gebälk und Dach werden erneuert

Noch viele Baustellen offen

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Die Turm-Sanierung an der eingerüsteten Dambecker Klosterkirche ist derzeit in vollem Gange. Die Arbeiten dauern vermutlich bis zum Frühjahr 2018 an. Die Kosten für diese Baumaßnahmen belaufen sich auf rund 180 000 Euro. Die Mönche sind für jegliche Unterstützung sehr dankbar. 

Dambeck. Nach der, aus Sicht von Prior Bruder Jens, segensreichen Unterstützung durch die Stiftung Denkmalschutz in Sachsen-Anhalt in den zurückliegenden Jahren 2011 und 2014 ist auch in diesem Quartal ein neuer Schritt möglich geworden.

Auch Innen wird viel gebaut an der Klosterkirche. Offene Stellen klaffen noch an der Wand, doch bald sind diese verschwunden.

Die Turm-Sanierung an der komplett eingerüsteten Dambecker Klosterkirche ist derzeit in vollem Gange. „Die Arbeiten dauern vermutlich bis zum Frühjahr 2018 an. Marodes Gebälk am Turm und angrenzende Dachflächen werden erneuert“, sagte Prior Bruder Jens der AZ auf Anfrage. Dass wegen bürokratischer Hürden über den Winter gebaut werden muss, ärgert die Mönche jedoch erheblich.

Die Kosten für diese Baumaßnahmen belaufen sich auf rund 180 000 Euro. „Wir sind der Stiftung Denkmalschutz sehr dankbar für ihre Unterstützung im Rahmen der dritten Förderung“, hieß es seitens der Mönche. Sofern die morschen Balken im Fachwerk ersetzt wurden, soll der alte barocke Helm des Klosterkirchturmes abgebrettert und anschließend mit einem Schiefer neu bestückt werden.

Die Arbeiten betreut ein Planungsbüro aus Haldensleben. Die Mönche beteiligen sich an der Sanierung durch zahlreiche Eigenleistungen, welche die Zimmerleute entlasten. „Mir ist die Wertschätzung an unserem Kloster wichtig, auch wenn es immer wieder darum geht, politische oder verwaltungstechnische Hürden zu nehmen“, betont Bruder Jens. Das Dambecker Kloster abzuschreiben – das kommt für die Mönche nicht in Frage. Stück für Stück soll es weiter saniert werden, obwohl das wegen des maroden Zustands beinahe einer Sisyphusarbeit gleich kommt. Manch einer mag wohl nicht an die Sanierung glauben, denn so wundert es Bruder Jens auch, dass die besagten Epitaphe aus der Dambecker Klosterkirche (wir berichteten) nun nach Salzwedel in der Mönchskirche aufgestellt werden sollen und nicht wieder den Weg ins Kloster zurückfinden. „Mein Rechtsempfinden sagt hier etwas ganz anderes. Mit mir hat, über diese Epitaphien, leider niemals jemand gesprochen“, erzählt Bruder Jens mit ernster Stimme und beschwert sich über die Situation.

Seit rund 25 Jahren sind die Mönche um den Geistlichen von der benediktinischen Joseph-Bruderschaft nun schon vor Ort in Dambeck und vieles ist seit dem baulich schon geschehen. „Gelebtes Gottvertrauen ist unsere Berufung. Wir Mönche sehen unser Kloster als Schutzraum für eine zerbrechende Zivilisation“, betont Bruder Jens.

Von Kai Zuber

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