Bauhof ist für den Winterdienst gerüstet / Noch war kein Einsatz nötig

Noch sind die Silos randvoll

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Die Männer vom Bauhof haben vorsichtshalber rund 120 Tonnen Streumittel gebunkert.

hob Salzwedel. Seit Montag droht wieder der Winterdienst. Dieser obliegt auf innerörtlichen Gehwegen den Eigentümern der angrenzenden Grundstücke. Dabei ist eine Breite von mindestens 1,50 Meter freizuhalten. Und auch wer keinen Gehweg vor dem Haus hat, muss ran.

Dann ist auf der Straße eine so genannte Gehbahn von einem Meter Breite freizuschieben und bei Bedarf zu streuen. Bei gemeinsamen Geh- und Radwegen „gilt die nicht der Fahrbahn zugewandte Hälfte als zu räumender Gehweg“, heißt es im Amtsdeutsch.

Bei Eis und Glätte sind die Gehwege mit Sand, feinem Kies, Splitt oder Sägespänen zu streuen. Der Einsatz von Streusalz ist nur bei extremer Eisglätte gestattet. Chemikalien dürfen nicht verwendet werden, ist in der Hansestadt der private Winterdienst geregelt. „Nach 18 Uhr gefallener Schnee und Eisglätte sind werktags bis 7 Uhr und sonn-und feiertags bis 9 Uhr des folgenden Tages zu beseitigen“, zitiert Stadtsprecher Andreas Köhler aus den geltenden Bestimmungen. Dort heißt es weiter: „Der nach 7 Uhr angefallene Schnee und entstandene Eisglätte sind nach Beendigung des Schneefalls bzw. nach Entstehen der Glätte unverzüglich zu beseitigen.“

Die Schneefeger sollten zudem darauf achten, dass sie mit der weggefegten oder weggeschaufelten weißen Pracht den Fahrzeug- und Fußgängerverkehr nicht behindern oder gar gefährden. Auch Einläufe und Hydranten müssen die Anlieger im Bereich ihrer Grundstücke von Eis und Schnee freihalten. „Zudem dürfen Schnee und Eis von Grundstücken nicht auf Gehwege oder Fahrbahnen geschafft werden“, erinnert Andreas Köhler.

Zu all dem ist auch die Hansestadt selbst verantwortlich – vor städtischen Grundstücken, öffentlichen Gebäuden, Schulen, Kindertagesstätten usw. „Der Winterdienst ist nach Schwerpunktkategorien bzw. Gefahrenbereichen eingeteilt“, sagt der Stadtsprecher. Und listet auf: stark befahrene Kreuzungs- und Einmündungsbereiche, kombinierte Rad- und Gehwege, frequentierte öffentliche Einrichtungen wie zum Beispiel Bushaltestellen.

Die Stadt hat dafür einen Einsatzplan, der an die aktuelle Wettersituation angepasst wird. Es sind derzeit insgesamt acht Einsatztouren geplant – im Vorjahr waren es neun Touren. Zwei dieser Touren sind so genannte „manuelle Winterdienstdurchführungen“ vor städtischen Objekten, Übergängen und Bushaltestellen, und sechs Touren sind als maschinelle Durchführung eingeplant – mit Schiebeschild und Streuaufbau, erläutert der Stadtsprecher. Köhler weiter: „Aufgrund des Wegfalls zweier Fahrzeuge musste eine Tour auf die verbliebenen Fahrzeuge verteilt werden. Daher kann es im Vergleich zum Vorjahr zu zeitlichen Verschiebungen kommen.“ Die Ersatzbeschaffung eines Fahrzeugs sei aufgrund der Haushaltslage der Stadt derzeit nicht möglich, begründet er.

Die Winterdienstbereitschaft für die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes ist werktags von 4 bis 20 Uhr, sonn- und feiertags von 6 bis 20 Uhr. Bislang brauchte die Mannschaft noch nicht ausrücken. Und so sind auch noch reichlich Streumittel vorhanden. Die Stadt hatte vorgesorgt. An der Lüneburger Straße 5 stehen zwei volle Silos mit insgesamt 80 Tonnen Streusalz. Zirka 50 Tonnen Salz-Splitt- und Salz-Sand-Gemisch sind in einer Lagerhalle gebunkert.

Den Winterdienst in den Ortsteilen übernimmt übrigens die Jeetze-Landschaftssanierung. Deren Mitarbeiter sollen mit bis zu drei Teams im Einsatz sein.

Von Holger Benecke

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