200 000 Euro: Stadt muss tiefer in die Tasche greifen

Noch mehr Geld für die Ruine

  • Holger Benecke
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„Da gibt es nicht mehr als das, was da drin steht“, hatte Bürgermeisterin Sabine Blümel die argwöhnischen Bemerkungen zu den Ausgaben für den Erhalt der Tylsener Schlossruine kommentiert. Und mit nicht mehr hatte sie 186 000 Euro für den zweiten Bauabschnitt gemeint. Bauamtsleiterin Martyna Hartwich hatte ihrer Chefin den Rücken gestärkt: Es gebe keine Nachträge – die Ausschreibungen laufen. Wenn das Geld aufgebraucht ist, sei Schluss – egal ob zehn Meter Schlossruine geschafft wären oder hundert, so Hartwich.

Nun liegen die Ausschreibungsergebnisse vor. Der günstigste Anbieter will 199 837,51 Euro haben. Der Leader-Förderanteil (112 711,57 Euro) bleibt jedoch gleich. Heißt: Die Stadt muss nun einen Eigenanteil von 87 125,43 Euro aufbringen. Ursprünglich, als der Förderantrag gestellt wurde, war von zirka 45 000 Euro Eigenanteil die Rede gewesen. Nun muss mehr als das Doppelte aus der Stadtkasse für den Erhalt der Ruine genommen werden. Nur für den zweiten Bauabschnitt, denn drei sind noch offen.

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