Feuer in Salzwedel

Tiere sterben bei Scheunenbrand im Perver

+
Der Schauplatz des Brandes am Sonnabend im Perver: Mittels Drehleiter, die als Löschmast diente, wurde auch Schaum über die Brandstätte verteilt. Dieser sei effizienter gewesen als das Löschwasser, so Einsatzleiter Wolfgnag Nieswandt (kl. Bild). Fotos: Güssefeld (2), Koller

SALZWEDEL - Großalarm für Wehren aus der Region Salzwedel am Sonnabend gegen 9 Uhr: Ein Scheunenbrand im Perver in Salzwedel, vermutlich ausgelöst durch Kinder, richtete einen Gesamtschaden von rund 130 000 Euro an, bilanzierte die Polizei. Für ein Reitpony, Hühner und Kaninchen kam jede Hilfe zu spät.

Ein Übergreifen des Feuers auf Wohnhäuser konnte verhindert werden. 53 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Das Feuer griff auf nebenstehende Garagen über, sodass auch ein Traktor, Pferdeboxen und ein Pkw-Anhänger stark beschädigt wurden. Auch Futtermittel, sowie Kutsch- und Reitutensilien sind verbrannt. Die St. Georg-Straße war stundenlang gesperrt.

„Es war eine heikle Angelegenheit, handelt es sich doch um ein eng bebautes Gebiet“, so Wolfgang Nieswandt, Salzwedels Ortsbrandmeister und Einsatzleiter am Sonnabend. Zunächst waren zwei Fahrzeuge mit je 2000 Litern Löschwasser zum Einsatz gekommen. „Damit haben wir die Ränder gesichert, um ein Übergreifen zu verhindern“, erklärte der Wehrchef.

Dieses kleine Schwein hatte das Feuer am Perver unbeschadet überstanden. Seine Besitzer konnten es rechtzeitig retten.

Der Brand der Scheune hatte sich enorm schnell ausgedehnt, die Hitze sei unerträglich gewesen. Als das später mittels Drehleiter eingesetzte Löschwasser nicht mehr effektiv genug war, gab Nieswandt den Befehl zum Einsatz von Schaum. „Das Medium läuft nicht weg, Schaum dringt mehr in die Brandnester und lässt sich mit dem Löschmast, der Leiter, gut verteilen. Auch dann, wenn wie in diesem Fall die Sicht gleich Null war“, erklärte er der AZ.

Auch für Nieswandt war es eine Tragödie, dass Lebewesen zu Schaden kamen. „Gut ist, dass so viele Pferde gerettet werden konnten, aber schade natürlich, dass es ein Pony nicht mehr schaffte“, sagte er. Personen wurden nicht verletzt. Stundenlang kämpften Einsatzkräfte aus Salzwedel, Chüttlitz, Brietz, Wallstawe, Groß Chüden und Wieblitz Eversdorf – insgesamt 53 Männer und Frauen – gegen die Flammen. Zwei Kinder sollen gezündelt haben. -gü

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare