Sinkende Übernachtungszahlen

Nicht erst seit Corona: Altmark-Tourismus im Sturzflug

Tourismushochburg im Altmarkkreis Salzwedel: Arendsee mit seinem Kloster.
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Tourismushochburg im Altmarkkreis Salzwedel: Arendsee mit seinem Kloster.

Altmark/Magdeburg – Leere Hotels, geschlossene Restaurants und Freizeiteinrichtungen, abgesagte Veranstaltungen: Die Tourismusbranche in der Altmark steht vor einer ungewissen Zukunft. Doch nicht erst seit der Corona-Krise fällt die Bilanz negativ aus.

Die jetzt vom Statistischen Landesamt vorgelegten Zahlen für den Jahresauftakt sind bereits alles andere als erfreulich. Im Altmarkkreis Salzwedel sehen sie sogar dramatisch aus.

Hier wurden im Januar 2020 genau 22,3 Prozent weniger Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnet. Die Zahl der Gästeankünfte sank um 17,7 Prozent. Mit einem Minus von vier Prozent bei den Übernachtungen und 3,1 Prozent bei den Gästeankünften kommt der Landkreis Stendal vergleichsweise glimpflich davon.

Auch das Jerichower Land, Mansfeld-Südharz, der Saale- und der Salzlandkreis verbuchten Rückgänge der Übernachtungszahlen zwischen 1,9 und 8,1 Prozent. Dafür konnten sich andere Landkreise und kreisfreie Städte verbessern. Mit einem Zuwachs von 25,5 Prozent war der Landkreis Anhalt-Bitterfeld im Januar Sachsen-Anhalts Gästemagnet.

Landesweit stiegen die Übernachtungen im Januar um 4,1 Prozent, die Ankünfte um 5,7 Prozent. Für die gesamte Reiseregion Altmark ergibt sich ein Minus von 14,6 Prozent bei den Übernachtungen und 9,7 Prozent bei den Gästeankünften. Mit 628 318 registrierten Übernachtungen war im vergangenen Jahr in der Altmark zwar ein Gästeplus erzielt worden. Der Zuwachs von 1,5 Prozent lag aber deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Der Aufschwung wurde schon 2019 in erster Linie durch die östliche Altmark getragen. Im Altmarkkreis Salzwedel waren die Übernachtungszahlen in der Jahresbilanz bereits negativ.

VON CHRISTIAN WOHLT

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