Linksparken kostet künftig 55 Euro

Neuperverstraße in Salzwedel ist als Parkverbotszone ausgewiesen

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Bis zur Wallstraße reicht die Parkverbotszone, die bereits entlang der Straße Vor dem Neuperver Tor in der Innenstadt ausgewiesen ist.
  • VonArno Zähringer
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Die Neuperverstraße ist als Parkverbotszone ausgewiesen. Deshalb ist das Linksparken verboten. Wer dies dennoch tut, der muss laut Bußgeldkatalog, der am 9. November in Kraft tritt, 55 Euro (bisher 20 Euro) bezahlen. 

Salzwedel – Aufgeklärt hat die Stadt Salzwedel die Linksparksituation in der Neuperverstraße vom Rathausturmplatz bis zum Kunsthaus. Denn noch immer glauben manche Autofahrer, das Linksparken sei ab Freitagabend und am Wochenende erlaubt. Doch dem ist nicht so. Bereits der städtische Verkehrsausschuss hatte sich mit dem Thema befasst.

Die Neuperverstraße liegt im Bereich einer Parkverbotszone. Und „innerhalb der gekennzeichneten Zone gilt das eingeschränkte Haltverbot, sofern nicht abweichende Regelungen durch Verkehrszeichen, beispielsweise Behindertenparkplätze, Verkehrseinrichtungen oder Markierungen, getroffen sind. Weiterhin kann das Parken mit Parkscheibe oder -schein vorgeschrieben werden“, schreibt Andreas Köhler, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt, auf Anfrage der AZ. Autofahrer dürfen innerhalb der gekennzeichneten Zone nicht länger als drei Minuten halten, ausgenommen zum Ein- oder Aussteigen oder zum Be- oder Entladen.

Eine Einbahnstraße hebe das Zonenhalteverbot nicht auf. Der eigentliche Zweck des Einbahnstraßenzeichens diene lediglich dem Vorschreiben der Fahrtrichtung für den Fahrzeugverkehr. Weil die Neuperverstraße im Bereich einer Parkverbotszone liegt, ist das Parken nur dort gestattet, wo es per Beschilderung eindeutig erlaubt ist. Es müsse aber zwischen verbotswidrigem Parken auf der Straße und verbotswidrigem Parken auf dem Gehweg unterschieden werden. Wer das Parkverbot auf der Straße missachtet, zahlt aktuell 15, laut dem neuen Bußgeldkatalog 25 Euro. Wer unzulässig auf Geh- und Radweg parkt, ist mit aktuell 20 beziehungsweise 55 Euro dabei.

Zur Erklärung: Eine Parkverbotszone ist ein Bereich, der durch ein Verkehrszeichen (quadratisches Schild mit Symbol für eingeschränktes Haltverbot, unter dem das Wort Zone steht) gekennzeichnet ist. Im Unterschied zum eingeschränkten Haltverbot (früher Parkverbot) gilt dort dieses Schild bis zum entsprechenden Auflösungszeichen und nicht bis zur nächsten Einmündung oder Kreuzung. Häufig ist das Verkehrszeichen, das Anfang der 1990er-Jahre eingeführt wurde, mit dem Zusatzschild „Parken auf gekennzeichneten Flächen frei“ versehen.

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