Bürgermeisterin Blümel zieht Bilanz

Neujahrsempfang der Stadt Salzwedel: „In der Altmark eine Größe“

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Das Foyer des Salzwedeler Kulturhauses diente als Treffpunkt für den geselligen Teil des städtischen Neujahrsempfangs. Im Saal gab es Reden, einen Film sowie mehrere Musikstücke vom Hamburger Mizar Quartett.

Salzwedel – Stolz sein auf Salzwedel – unter diesem Motto stand am Freitagabend die Neujahrsrede von Bürgermeisterin Sabine Blümel.

Das Stadtoberhaupt und zugleich Gastgeberin des Abends im Kulturhaus zog traditionell Bilanz des vergangenen Jahres und blickte auch auf kommende Ereignisse voraus.

Salzwedels Bürgermeisterin Sabine Blümel.

Die Wirtschaft, Finanzen, Verkehrswege, Schulen, Bürokratie, Klimaschutz, Städtepartnerschaft und Feste gehörten zu den Punkten, die Blümel anriss. Mit 128 Gewerbeanmeldungen habe es 2019 eine Steigerung zum Vorjahr gegeben. Insgesamt verfüge Salzwedel über 1626 gemeldete Betriebe, die rund 9,2 Millionen Euro Steuereinnahmen einbrachten, wie die Bürgermeisterin auf den Cent genau mitteilte. 2020 soll es keine neuen Investitionskredite geben. Aufträge will die Stadtverwaltung – „so gut es geht“ – an heimische Firmen vergeben. Etwa fünf Millionen Euro stünden im Haushalt dieses Jahr bereit.

Einen großen Teil ihrer Redezeit widmete die Bürgermeisterin den Schulen im Stadtgebiet. Größtes Sanierungsprojekt ist demnach die Lessing-Grundschule. Mit der geplanten Barrierefreiheit soll außerdem sichergestellt werden, dass körperlich eingeschränkte Kinder und Jugendliche künftig ihren gesamten schulischen Werdegang in der Hansestadt durchlaufen können.

Mit Genugtuung erinnerte Blümel an die Petition zum Ändern des Eisenbahnkreuzungsgesetzes. Die von der hiesigen Stadtverwaltung entworfene Protestschrift könnte dafür sorgen, dass die Kommunen beim teuren Ausbau von Bahnübergängen künftig ausgenommen wären. Auch bei Lärmschutz und Rettungshilfsfristen will Blümel nicht locker lassen.

Zufrieden blickte das Stadtoberhaupt auf Einwohnerentwicklung und Bautätigkeit. Zirka 24 000 Menschen leben in Salzwedel. „Damit sind wir sicherlich keine Großstadt, aber in der Altmark schon eine Größe“, betonte Blümel besonders den hinteren Teil des Satzes. Ferner nannte sie 104 Bauanträge, 56 neue Wohneinheiten und 15,5 Millionen Euro Investitionen.

Einer der Kernaspekte des Salzwedeler Neujahrsempfangs sind die Spenden durch die Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Bürgermeisterin Blümel gab am Freitagabend im Kulturhaus einen ersten Zwischenstand bekannt: 11 937 Euro seien bislang zusammengekommen. Das Geld kommt wie gewohnt gemeinnützigen, kulturellen oder sozialen Projekten zugute. Über die genaue Verwendung soll im Jugend- und Sozialausschuss entschieden werden.

VON JENS HEYMANN

Neujahrsempfang der Stadt Salzwedel 2020

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