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Neues Logo für das Salzwedeler Jahn-Gymnasium

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Von: Bernd Zahn

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Das neue Logo des Salzwedeler Jahn-Gymnasiums: Der Entwurf samt Erläuterung von Siegerin Johanna Schulze konnte überzeugen. © Zahn, Bernd

Um mehr Identifikation mit der Schule zu generieren, hat das Salzwedeler Jahn-Gymnasium in den Klassen 9 bis 11 im Kunstunterricht ein neues Logo entwickelt.

Salzwedel – Sicherlich hätte man dafür teure Werbefirmen nutzen können, nur ist es doch wesentlich schöner, so etwas in den eigenen Reihen zu bewerkstelligen.

Die Aufgabe bestand darin, den Wünschen des Fördervereins, der Vereinigung der Ehemaligen und der Rudolf-Fehse-Stiftung des Hauses gerecht zu werden. Tradition und Moderne in einem Atemzug in einem Logo zu symbolisieren. Die Herausforderung dabei bestand darin, den Spagat zwischen Konformität und Anderssein zu meistern.

Menschen
Die stellvertretende Direktorin, Alexandra Bennett (l.), und die Schüler Johanna Schulze und Nigel Pacholski. © Zahn, Bernd

Der Vorteil dabei: das Alte – denn das Jahn-Gymnasium gibt es bereits seit 1744. Nun mussten die Protagonisten noch die modernen Aspekte individuell einbringen. Und diesen Spagat meisterten die Schüler mit Bravour. Dabei schafften es die Entwürfe von Nigel Pacholski und Johanna Schulze in die engere Wahl. Schulze holte sich den Sieg und das Logo von Pacholski schaffte es auf den 2. Platz.

Das entstandene Logo soll viele Jahre Verwendung finden, merkte Schuldirektor Ralf Hoppstock an. Und das, da war man sich bei der Vorstellung des neuen Logos einig, ist wunderbar gelungen.

Ein Rückblick in die Geschichte der Schule

Am 11. September 1744 wird das Gymnasium unter Direktor Georg Scholle eröffnet, nach dem die beiden Schulen „Neustädter Lateinschule“ und „Altstädter Lateinschule“ vereinigt wurden. Von 1744 bis 1819 wird die Bildungseinrichtung als „Städtische Große Schule“, „Gymnasium“, „Lyzeum“ und dann wieder als „Gymnasium“ bezeichnet.

Von 1791 bis 1794 besuchte der 13 Jahre alte Friedrich Ludwig Jahn als Schüler die Lateinschule. Doch nach mehreren Disputen bittet Jahn um sein Abschlusszeugnis und wechselt an das Berliner Gymnasium „zum Grauen Kloster“. Aber auch Johann Friedrich Danneil besuchte die Schule und absolvierte dort sein Abitur. Von 1819 bis 1852 fungierte Danneil außerdem als Rektor.

Am 30. März 1874 wird das städtische Gymnasium vom Kultusministerium des preußischen Staates übernommen. 1882 wird das neue Schulgebäude vor dem Lüchower Tor eingeweiht. Als 1918 die „Novemberrevolution“ stattfindet, wird das Königliche Gymnasium zum staatlichen humanistischen Gymnasium (mit 9 Schuljahren) in der Weimarer Republik.

1931 kommt es dann zur Namensgebung: Die Schule wird nach ihrem ehemaligen Schüler „Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium“ benannt.

Nach mehreren Umstrukturierungen wird das Jahn-Gymnasium 1995 mit dem Albert-Schweitzer- und 2004 mit dem Käthe-Kollwitz-Gymnasium zusammengelegt, schildert die Zeitleiste auf der Internetseite der Schule.

Seit 2006/7 hat das Gymnasium seine Schulform, wie man sie heute kennt – beginnend mit der 5. Klasse wird das Abitur dann in der 12. Klasse abgelegt. Zwischenzeitlich war die Schule auch anders aufgestellt. Es gab Klassen von der 9. bis zur 12., dann mal von der 5. bis zur 12. oder von der 7. bis zur 13. Klasse.

Das Jahn-Gymnasium kann also schon eine lange Geschichte vorweisen.

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