Neuer Titel für Danicke

+
Sabine Danicke nach ihrer Vereidigung im Juli 2008. Ab 1. Januar darf sie sich Oberbürgermeisterin nennen.

Salzwedel - Von Ulrike Meineke. Bürgermeisterin Sabine Danicke ist ab 1. Januar Oberbürgermeisterin. Grund dafür ist, dass die Hansestadt durch die Zwangseingemeindung von Steinitz und Wieblitz-Eversdorf die 25 000-Einwohner-Hürde knackt - wenn auch nur knapp und voraussichtlich nur für ein Jahr. Oberbürgermeisterin bleibt Sabine Danicke aber dennoch bis zur Neuwahl im Jahr 2015.

In der Stadtverwaltung werden dieser Tage neue Stempel bestellt, auf denen „Hansestadt Salzwedel – Die Oberbürgermeisterin“ steht. Auch die Briefköpfe und die EDV werden entsprechend geändert. Das wird nach Angaben von Hauptamtsleiter Matthias Holz „einige hundert Euro“ kosten.

Theoretisch könnte sich die Hansestadt ab Januar einen weiteren „Bürgermeister“ leisten – einen Beigeordneten, der für sieben Jahre „Beamter auf Zeit“ wäre. Das wird der Stadtrat allerdings kaum wollen. „Es wird wohl auch keinen Vorschlag dazu aus der Verwaltung geben“, ist sich Holz sicher.

Per 1. Januar 2011 hat Salzwedel genau 25 062 Einwohner. Schon ein Jahr später dürfte die 25 000-Einwohner-Grenze wieder unterschritten werden. Bis 2018 wird die Zahl laut Prognosen sogar auf unter 23 000 sinken. Das bedeutet, dass bei der Wahl im Jahr 2015 wieder ein ganz normaler „Bürgermeister“ bzw. eine „Bürgermeisterin“ gewählt wird, auch wenn sich Sabine Danicke bis dahin „Oberbürgermeisterin“ nennen darf.

Ansonsten wird die Angelegenheit „Oberbürgermeister-Stadt“ kaum weitere Veränderungen mit sich bringen. „Wir brauchen ein Rechnungsprüfungsamt“, sagt Matthias Holz, aber das habe die Stadt sowieso. Bemühungen, es aufzulösen, waren Anfang der Woche im Finanzausschuss gescheitert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare