Ehemalige Stipendiaten aus Japan stellen im Danneil-Museum aus

Neuer Blick auf den Alltag

Mal ein Brötchen der anderen Art. Die Details sind in dem speziellen Porzellan gut erkennbar. Fotos (2): Hiersche
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Mal ein Brötchen der anderen Art. Die Details sind in dem speziellen Porzellan gut erkennbar.

hwp Salzwedel. So hat man alltägliche Gegenstände noch nie gesehen – 33 verschiedene Objekte, gegossen aus speziellem Porzellan, sind derzeit im Danneil-Museum ausgestellt.

In der Ausstellung „Still Life“ werden Dinge wie eine Flasche, eine Dose für Hautcreme oder auch eine Gurke stilvoll in Szene gesetzt. Die japanischen Künstler Nana Hirose und Kazuma Nagatani haben in einem besonderen Verfahren mit Gips und Porzellan die verschiedenen Werke hergestellt. Schon im Jahr 2013 begann die Arbeit an dem Kunstprojekt.

Nana Hirose (v.l.) und Kazuma Nagatani erklären ihre Kunst und den Prozess bis zum fertigen Ausstellungsstück.

Zuerst hielten die Künstler nach geeigneten Gegenständen für das Projekt Ausschau. Waren die Gegenstände erst einmal gefunden, begann der eigentliche Schaffensprozess. Ein Brötchen zum Beispiel wurde zuerst mit Gips umhüllt, um einen Abdruck des Gebäcks zu bekommen. Danach wurde der Abdruck mit speziellem Porzellan gefüllt. Es kann bei einer bestimmten Temperatur seine Form verändern. Ist die Form erst ausgegossen, wird diese gebrannt. Heraus kommt eines der Ausgestellungsstücke. „Viele denken es ist eine einfache Kunst, jedoch sind in jedes einzelne Objekt viele Berechnungen eingeflossen, um ein gewünschtes Endergebniss zu bekommen“, so Kazuma Nagatani. Die beiden japanischen Künstler waren von Juli bis September 2016 Stipendiaten in der Hansestadt und konnten mit Hilfe des Stipendiatenhauses, die Austellung im Museum realisieren.

„Still Life“ ist nicht ihr einziges Projekt. Allein oder mit anderen Künstlern verwirklichten Nana Hirose und Kazuma Nagatani über 23 verschiedene Projekte und beteiligten sich damit an Ausstellungen. Auch viele Preise kann das Duo verzeichnen. Im Jahr 2012 gab es den ersten Preis des Hochschul Awards an der Hochschule für Künste in Bremen. Die beiden Meisterschüler werden noch einige Zeit in Deutschland bleiben. Jedoch wollen sie als deutsche Künstler in Zukunft auch wieder in Tokio ausstellen.

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