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Neue Testverordnung mit ersten Auswirkungen in den Zentren in Salzwedel

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Von: Christian Reuter

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Das Testzentrum an der Neuperverstraße hat seit der neuen Verordnung schon deutlich weniger Zulauf an Leuten, die sich auf das Coronavirus testen lassen wollen. © Christian Reuter

Eine neue Coronavirus-Testverordnung gilt seit dem 30. Juni (AZ berichtete). Viele Bürger müssen nun für einen Schnelltest im Testzentrum drei Euro bezahlen. Nur ganz bestimmte Personengruppen sind davon befreit. Die Altmark-Zeitung hat in den Salzwedeler Testzentren und im Altmark-Klinikum nachgefragt, ob sich die Änderungen durch die neue Verordnung bereits auf das Verhalten der Bürger ausgewirkt haben.

Salzwedel. Vor dem Testzentrum an der Neuperverstraße steht am Mittwochnachmittag, 6. Juli, niemand an, um sich auf das Coronavirus prüfen zu lassen. „Wir haben einen Rückgang von schätzungsweise 30 bis 40 Prozent zu verzeichnen“, sagt Wolfgang Spiewack, Geschäftsführer des Hotels Union, über das das Testzentrum betrieben wird.

Zur neuen Verordnung meint er: „Da müssen wir durch.“ Immerhin sei schon ein Rückgang bei den Testzentren zu verzeichnen. Eine Schließung komme allerdings für das Testzentrum an der Neuperverstraße nicht in Frage. Denn wenn ein Zentrum erst mal geschlossen sei, dürfe es nicht mehr geöffnet werden.

„Wir wollen auch weiterhin bereitstehen. Aber wir werden unsere Öffnungszeiten wohl etwas straffen, wir müssen uns das Aufkommen an Bürgern, die sich bei uns testen lassen wollen, noch einmal angucken“, erklärt Spiewack.

Daniela Pischel ist Geschäftsführerin des CITO-Testzentrums an der Tuchmacherstraße. „Bei uns ist das Aufkommen bisher gleich geblieben“, sagt sie. Das liege wohl vor allem daran, dass das Testzentrum das einzige im Altmarkkreis Salzwedel sei, das auch PCR-Tests anbiete. Ansonsten würden nur noch Ärzte diese Tests durchführen, aber angesichts des hohen Aufwands für diese Tests, bei denen spezielle Schutzkleidung erforderlich ist, würden die Ärzte ihre Patienten ganz gezielt zum CITO-Testzentrum schicken. „Es ist ein Riesenaufwand, dass sich meine Mitarbeiter nicht anstecken“, betont Pischel. Durch die neue Verordnung habe das Zentrum weniger Einnahmen als vorher. So sei die Vergütung für PCR-Tests von 8,00 auf 7,00 Euro und die für Selbsttests von 11,50 auf 9,50 Euro gesunken.

„Der schon nicht unerhebliche Aufwand, wegen coronabedingter Hygienemaßnahmen, hat sich sowohl für die Mitarbeitenden des Empfangs als auch für die Besuchenden in unserem Klinikum weiterhin erhöht“, teilt Yvonne Bolle, Pressesprecherin des Altmark-Klinikums, auf AZ-Anfrage mit. Doch trotz der erhöhten Bürokratie habe es bisher keinen Besucherrückgang gegeben.

Bolle empfiehlt Besuchern, sich erst um 16.30 Uhr testen zu lassen, dann sei der Test noch 24 Stunden und damit noch bis zum nächsten Tag für einen Besuch im Klinikum gültig.

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