Neue Schnitte mit allem Komfort

Wohnungsbaugenossenschaft in Salzwedel geht mit Vollsanierungskonzept neue Wege

Zwei Männer vor einem Wohnungsblock.
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Peter Winterhoff (r.) und Oliver Krieshammer vom Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft „Stadt Salzwedel“ schildern ihr Konzept der Gebäudevollsanierung.
  • Holger Benecke
    vonHolger Benecke
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Die Wohnungsbaugenossenschaft unterzieht die Wohnungen an der Ernst-Thälmann-Straße 27 bis 35 einer Vollsanierung. Unter anderem gibt es Fahrstühle, neue Duschen und mehr Individualität.

Salzwedel – „Kennst du eine Wohnung, kennst du alle – das wollen wir nicht mehr“, sagt Peter Winterhoff von der Wohnungsbaugenossenschaft „Stadt Salzwedel“. Modern, mit allem Drum und Dran und mit anderen Schnitten für die Wohnungen, geht die Genossenschaft das an. Zum Beispiel an der Ernst-Thälmann-Straße 27 bis 35. „Gebäudevollsanierung“, nennt Vorstandskollege Oliver Krieshammer das Konzept, das die Wohnungsbaugenossenschaft dort gerade vorexerziert.

Der Fünfgeschosser hat fünf Eingänge je zehn Wohnungen – das sind insgesamt 2766 Quadratmeter Wohnfläche. Je zur Hälfte sind es Zwei- und Dreiraumwohnungen (49 bis 62 Quadratmeter), erläuterte Winterhoff den Stand. Aufzüge wurde bereits angebaut, schicke Balkons in freundlichem Grün und im Erdgeschoss verglast ebenso wie eine komplette energetische Sanierung mittels Fassadendämmung, sind bereits Geschichte, verweist Oliver Krieshammer auf das bereits Geschaffte.

Doch wir sind noch nicht ganz fertig“, blickt Peter Winterhoff voraus. Von außen ist es dem schmucken Wohnhaus nicht anzusehen, dass an einigen Wohnungen noch gearbeitet wird. Denn dort offenbart sich die Vollsanierung. Heizung und Sanitär sind oder werden auf den neusten Standard gebracht. Zum großen Teil haben die Wohnungen ebenerdige Duschen bekommen. „Wir gestalten die Wohnungen so barrierearm wie möglich“, verweist Winterhoff auch auf die Fahrstühle und die damit idealen Domizile auch für ältere Menschen.

Die schicken Balkons des Wohnhauses sind in den unteren Etagen sogar voll verglast.

Die Bodenbeläge in den Wohnungen sind ganz im Trend in Vinyl ausgeführt. Maler- und Tapezierarbeiten gehören dazu. Die Zimmer- und Wohnungstüren sind ebenfalls neu, berichtet Oliver Krieshammer. Hinzu kommen teilweise abgehängte Decken, sodass Einbaustrahler montiert werden konnten. An Steckdosen und Anschlüssen für Fernseher wurde nicht gespart, um den Mietern möglichst viel Individualität einzuräumen.

Da habe man aus den Fehlern vergangener Jahre gelernt, sagt Peter Winterhoff. Und er, der versierte Planer von ganzen Dörfern, hat ein festes Prinzip: „Man muss sich immer davon leiten lassen, dass man selbst in diesen Räumen wohnt.“ Und dann hat das Vorstandsmitglied auch noch ein Schmankerl zu bieten: „In der Nr. 27 haben wir in den Etagen 4 und 5 vier Wohnungen mit neuen, modernen und interessanten Grundrissen.“ Mit den neuen Schnitten will die Wohnungsbaugenossenschaft den Bedürfnissen der Zeit und vor allem der Bewohner weiter entgegenkommen.

„Die Nachfrage nach den Wohnungen in der Ernst-Thälmann-Straße 27 bis 35 ist groß. Es gibt eine Warteliste“, verrät Peter Winterhoff. Das Unternehmen lässt sich die Vollsanierung der Thälmannstraße 27 bis 35, die noch bis zum Jahresende dauern wird, rund 1,1 Millionen Euro kosten. „Die Zufriedenheit unserer Mieter ist uns ganz wichtig“, nennt Peter Winterhoff die Maxime der Genossenschaft, die über 1766 Wohnungen verfügt, 80 davon übrigens in Mieste.

Der Vorstand überlegt auch, auf dem Platz, wo einst der 2019 abgerissene Block Thälmannstraße 17 bis 25 stand, Parkplätze anzulegen. Zirka 20 Stellflächen wären möglich, schätzt Peter Winterhoff. Bereits 2019 hatte die Wohnungsbaugenossenschaft ihren Mietern angeboten, dort Garagen zu bauen und nachgefragt. „Die Resonanz war zu gering und so sind wir davon abgerückt“, schildert das Vorstandsmitglied.

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