"Ein Baum passt nicht in die Biotonne"

Neue Sammelstelle für größere Gartenmaterialien geplant

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Die Biotonne soll das Abfallsystem des Altmarkkreises bereichern. Vorhandene Möglichkeiten größere Gartenmaterialien zu entsorgen soll aber wie bisher auch angeboten und im Bereich Diesdorf erweitert werden.

Altmarkkreis. In Diesdorf soll 2016 für den Ort sowie umliegende Dörfer ein Wertstoffsammelplatz entstehen. Dort können dann zum Beispiel Glas, Papier, Elektroartikel und Grünabfälle entsorgt werden.

Solche Angebote gibt es bereits in Gardelegen, Cheine, Klötze und Arendsee. Neben der geplanten Biotonne (siehe Seite 1) soll damit das vorhandene System erweitertet werden. Dabei gilt im Biobereich: Die Tonne hat nur ein begrenztes Volumen. Da ein Baum nicht reinpasst, wird es in Zusammenarbeit mit der kreiseigenen Deponie GmbH weiterhin mehrere Annahmestellen geben.

Der Betrieb in Gardelegen soll dafür umstrukturiert werden. Bislang gibt es für den Bioabfall einfache und offenen Kompostierungsanlagen. Holzanteile werden vorher aussortiert und zur Energiegewinnung genutzt. Ein Teil der vorhandenen mechanisch-biologischen Abfallbehandlungsanlage soll für das neue Tonnensystem genutzt werden. Dabei handelt es sich um den Rottetunnel sowie die Nachrottefläche. Die vorhandene Technik gilt es soweit wie möglich zu nutzen.

Damit könnte Frischkompost für die Landwirtschaft erzeugt werden. Zudem ließe sich ein Bodensubstrat erzeugen, der zur Deponiekultivierung und für private Gärten geeignet ist. Des Weiteren lassen sich die vorhandenen Biomassepotentiale besser nutzen. Dabei handelt es sich um ein Ziel der Bioenergie-Region-Altmark.

Im Entwurf für das neue Abfallwirtschaftskonzept spielt zudem die Öffentlichkeitsarbeit eine große Rolle. Diese soll in Zukunft ausgebaut werden. So sind regelmäßige Führungen auf den Abfallwirtschaftshöfen vorgesehen. Das Thema soll besonders bei Kindern und Jugendlichen in den Mittelpunkt gerückt werden. Dies gilt es mit Projekttagen in Bildungseinrichtungen des Kreises zu erreichen. Dabei spielen Tipps des Altmarkkreises zum Vermeiden von Müll eine wesentliche Rolle. Dazu gehören unter anderem „Wochenmarkt statt Plastik satt“, „Mehrweg statt Einweg“ und „Frische statt Folie“. Am Abfallkalender mit vielen Informationen soll weiter festgehalten werden.

Von Christian Ziems

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